
Spinnen-Gene in der Kartoffel und Ratten-Gene im Salat? Das sind keine Horrorfantasien skeptischer Gentechnikgegner, sondern tatsächliche Produkte aus dem Gen-Labor. Dabei kann niemand abschätzen, welche Folgen die Eingriffe ins Erbgut für Gesundheit und Umwelt haben.
Die Wissenschaftler können weder den genauen Ort, wo das Gen in die Pflanze eingebaut wird, noch die Wechselwirkungen mit anderen Genen und Proteinen gezielt steuern. Kein Wunder, dass es beim Anbau von Gen-Pflanzen immer wieder zu überraschenden Nebenwirkungen kommt: Die Stängel von Gen-Soja platzen bei Dürre und Hitze auf oder Gen-Pappeln blühten zum falschen Zeitpunkt.
Einmal in die Umwelt freigesetzt, sind Gen-Pflanzen nicht mehr rückholbar. Sie stellen eine Gefahr für das ökologische Gleichgewicht und die menschliche Gesundheit dar. Der großflächige Anbau von Gen-Pflanzen in Nordamerika und Argentinien macht dies drastisch deutlich: höherer Pestizidverbrauch, Entstehung von Superunkräutern, Schädigung von Nützlingen, Verdrängung traditioneller Pflanzenarten und damit die Gefährdung unserer Artenvielfalt.
Greenpeace kritisiert, dass auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit zu lasch mit den Risiken der Gentechnik umgeht. So hat sie beispielsweise empfohlen, den Gen-Mais MON810 des Konzerns Monsanto wieder zuzulassen. Lesen Sie mehr dazu in unseren Hintergrundpapieren
Gift im Gen-Mais: Risiko muss neu bewertet werden
Neuer Hinweis auf Gesundheitsrisiken bei Gen-Mais