Die Arctic 30

Im Spätsommer 2013 brechen 28 Greenpeace-Aktivisten und zwei freie Journalisten aus 18 Ländern mit der Arctic Sunrise in die arktische Petschorasee auf. Sie wollen auf die Gefahr von Ölbohrungen aufmerksam machen. Am 18. September protestieren sie an der Gazprom-Ölplattform Prirazlomnaya gegen die drohende Zerstörung der Arktis
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Durch den Klimawandel weicht das Eis auf dem Polarmeer rapide zurück und gibt Seewege frei, die bisher nahezu unpassierbar waren. Ölfirmen wie Gazprom machen sich dies zunutze, um immer weiter nach Norden vorzudringen. Für die Förderung des Rohstoffs, der für die globale Erwärmung mitverantwortlich ist, gefährden sie das fragile Ökosystem der Arktis und die dort lebenden Tierarten.

Die friedliche Aktion der Arktisschützer wird von der russischen Küstenwache gewaltsam beendet, zwei Aktivisten verhaftet. Einen Tag später entert der russische Inlandsgeheimdienst die Arctic Sunrise in internationalen Gewässern, beschlagnahmt das Schiff und verhaftet den Rest der Crew. Wochenlang saßen die 30 Frauen und Männer in Untersuchungshaft in Murmansk, nun sind sie auf Kaution entlassen. Ausreisen war den 28 Aktivisten und zwei freien Journalisten nicht gestattet. Die Anklage lautete zunächst auf Piraterie und wurde dann wegen Rowdytums erhoben.

Für ihren Mut und ihr Engagement drohten den Arctic 30 viele Jahre Haft. Am 18. Dezember, genau drei Monate nach der Festnahme, beschloss die Duma eine weitreichende Amnestie, die auch die Umweltschützer einschloss.

In der gesamten von Unsicherheit geprägten und beängstigenden Zeit der Haft wurden die Aktivisten nicht müde, die Rettung der Arktis zu fordern. Wer sind die Menschen, die zum Schutze der Arktis auszogen, zu Unrecht angeklagt wurden und doch nicht verzagten?

30 Menschen: Hier sind ihre Geschichten.

 

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