Ein Artikel von Marissa Erbrich
Protest gegen deutschen Trawler vor Mauretanien

Rettungsfloß auf dem Schleppnetz

Greenpeace-Aktivisten haben sich heute vor Mauretanien mit einer Rettungsinsel an den deutschen Trawler Maartje Theadora gekettet. Das Fangschiff kann so sein Netz nicht auswerfen. Mit der Aktion protestieren die Aktivisten gegen die Überfischung der Meere.

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Das deutsche Schiff ist derzeit in Gewässern vor Mauretanien unterwegs. Das Meer vor anderen Ländern wird industriell leer gefischt, ohne Rücksicht auf die einheimischen Fischer, die immer weniger in ihren Netzen haben, sagt Greenpeace-Meeresexpertin Iris Menn. Deutschland ist mitverantwortlich. Greenpeace fordert von der Bundesregierung, sich für den Abbau der Überkapazitäten in der EU-Fischereiflotte einzusetzen.

Das Motto des Protests - Geraubter Fisch - Geraubte Zukunft - macht auf die derzeit praktizierte, kurzsichtige Fischereipolitik aufmerksam. Sie gefährdet nicht nur die Fischbestände in vielen Gewässern, sondern auch die Lebensgrundlage der Küstenbewohner.

EU-Schiffe weichen wegen leer gefischter Meere auf Westafrika aus

Die Maartje Theadora gehört zu den größten europäischen Fangschiffen, die gerade vor Westafrika fischen. Das Schiff hat eine Ladekapazität von 6000 Tonnen und misst 141 Meter Länge. Schon im Januar hatten Greenpeace-Aktivisten in Holland gegen das Auslaufen des Schiffs protestiert. Am 2. März befestigten Aktivisten übergroße Euroscheine und ein Banner an der Bordwand, als das Schiff zum ersten Mal beim Fischen vor Mauretanien dokumentiert wurde.

Wegen der massiven Überfischung in den ursprünglichen Fanggebieten der EU-Flotte fischen die großen Fangschiffe inzwischen in anderen Gewässern, zum Beispiel vor Westafrika. Ein Viertel ihrer Fänge stammt schon jetzt nicht mehr aus Europa. Seit vier Wochen ist das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise auf Kontrollfahrt vor Westafrika und dokumentiert die zahlreichen Trawler vor Ort.

Mauritania's Risky Catch

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