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SmILE at gas station

Das Projekt SmILE - Technische Details

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CO2-Emissionen und Kraftstoffverbrauch sind direkt miteinander gekoppelt: Kein Katalysator kann das CO2 im Abgas vernichten. Der Ausstoß ist nur durch eine Senkung des Benzinverbrauchs zu verringern. Die prinzipiellen Möglichkeiten, den Spritkonsum zu senken, sind bekannt.

Greenpeace initiierte Projekt SmILE

Der offensichtliche Widerspruch zwischen Klimabedrohung einerseits und fehlender Realisierung der technisch machbaren Verbrauchssenkung durch die Autoindustrie andererseits hat Greenpeace veranlasst, schon 1994 das Projekt SmILE zu initiieren. Falls überhaupt Auto, dann sollte es Small, Intelligent, Light und Efficient, also SmILE, sein.

In weniger als zwei Jahren wurde exemplarisch ein handelsüblicher Renault Twingo mit heute verfügbaren Mitteln und mit Blick auf eine mögliche Serienproduktion verbrauchsoptimiert. Im September 1995 wurde das fertige Antriebsaggregat der Öffentlichkeit vorgestellt, ein Jahr später demonstrierte der fertige SmILE auf einer Verbrauchsfahrt und im Messzyklus, dass ein handelsübliches Auto mit dieser Technik nur noch halb so viel Sprit benötigt. Das Ergebnis dieses Projektes zeigt: Erste Hilfe für das Klima ist rasch möglich - eine Verbrauchshalbierung ist machbar.

Kraftstoffverbrauch

Der Twingo SmILE erreichte im Test nach dem Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) einen Kraftstoffverbrauch von 3,3 Liter pro 100 Kilometer. Das ist im Vergleich zum Ausgangsfahrzeug eine Reduzierung um gut 50 Prozent (Original-Twingo: 6,7 Liter pro 100 Kilometer). Der NEFZ wurde ab 1.1.97 für alle Neuwagen als Verbrauchszyklus verbindlich und ersetzte die bisherige Drittelmix-Angabe nach DIN. Im Übrigen schreibt die neue EU-Richtlinie die Angabe des CO2-Ausstoßes vor, so dass für den Kunden jetzt endlich ein direkter Vergleich der Klimawirksamkeit von Diesel- und Benzin-Fahrzeugen möglich wird.

Abgaswerte

Die Abgaswerte des Twingo SmILE erfüllen die ab 1997 gültige EURO2-Norm und waren bei den EMPA-Tests fast durchgehend besser als beim Original-Twingo. Beim höchsten NEFZ-Verbrauch (3,75 Liter/100 km) wurde der Grenzwert der EURO-Norm beim Kohlenmonoxid (CO) um 80 Prozent und derjenige des Serien-Twingo um 70 Prozent unterschritten (0,43 g/km zu 2,2 bzw. 1,42 g/km).

Beim Summenwert Stickoxide plus Kohlenwasserstoffe (NOx + HC) liegt der Twingo SmILE (mit 0,19 g/km) um 62 Prozent unter der EURO-Norm (0,5 g/km) und um 44 Prozent unter dem Twingo Easy (0,34 g/km). Die niedrigste NEFZ-Messung (3,26 Liter/100 km) ergab beim CO (0,66 g/km) eine Unterschreitung der Norm bzw. des Original-Twingo um 70 Prozent bzw. 53 Prozent, beim Summenwert (0,46 g/km) eine Unterschreitung der Norm um 8 Prozent und eine Überschreitung des Serien-Twingo (0,34 g/km) um 35 Prozent.

Das Motorkonzept mit seinen zwei Katalysatoren hat durch weitere Optimierung des elektronischen Motormanagements und die Verwendung spezieller Katalysatoren mittelfristig (binnen sechs bis zwölf Monaten) Potenziale für weitere Emissionssenkungen. Dadurch konnten fortschrittliche Standards wie die kalifornischen Ultra-Low-Emission-Vehicle-Werte (abgekürzt:ULEV; deutsch: Gefährt mit extrem geringen Ausstoß) oder die für die EU diskutierten EURO3-Standards, die seit dem Jahr 2000 gelten, erfüllt werden.

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/klimanotstand

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