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Protest gegen geplanten Neustart der Atomkraftwerke in Japan, April 2012
Jeremy Sutton-Hibbert / Greenpeace

Greenpeace unterstützt Klage gegen das Wiederanfahren japanischer AKW

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Japan will seine Atomreaktoren wieder anfahren – Bürger des Landes ziehen dagegen vor Gericht. Greenpeace unterstützt die Kläger.

Vier Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima will Japan seine AKW wieder anfahren. Als erster Meiler soll Sendai in der Präfektur Kagoshima im Süden des Landes ans Netz gehen – die Bewohner der Region reichten Klage ein. Sie bemängeln die unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen der Anlage. Unter anderem sei Sendai nicht gegen einen Ausbruch des nahen Vulkans Sakurajima gesichert.

Die Klage ist eine von vielen, die japanische Bürger zurzeit gegen die Rückkehr ihres Landes zur Atomkraft führen. Greenpeace unterstützt die Kläger in Kagoshima mit einem technischen Bericht, den die Organisation von einem führenden unabhängigen Nuklearingenieur erstellen ließ. Der Anwalt der Kläger legte das Schriftstück vergangene Woche dem Gericht in Kagoshima vor. Die Analyse zeigt: Japans Nuklearaufsicht hält sich nicht an internationale Empfehlungen für die Einschätzung des Risiko, das aktive Vulkane für Nuklearanlagen darstellen. Auch verlangt die Nuklearaufsicht vom AKW-Betreiber Kyushu Electric keinen Nachweis dafür, dass in Sendai ein adäquater Notfallplan für den Fall eines Vulkanausbruchs vorliegt. Ein Urteil in dem Prozess wird in den kommenden Monaten erwartet.

AKW in unmittelbarer Nähe von Vulkanen

„Es ist schockierend, dass die japanische Regierung und die Atomaufsicht grundlegende Sicherheitsmängel der AKW ignorieren – nur vier Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima“, sagt Shaun Burnie, Greenpeace-Experte für Atomenergie.



In Japan gibt es etwa 40 aktive Vulkane; das Land hatte in der Vergangenheit immer wieder mit Ausbrüchen zu kämpfen. Viele der Vulkane befinden sich in unmittelbarer Nähe zu Atomkraftwerken. Als Reaktion auf die Katastrophe von Fukushima sind alle 48 Nuklearanlagen seit mehr als 16 Monaten abgeschaltet.

Hier finden Sie den technischen Bericht, den Greenpeace anfertigen ließ (in englischer Sprache).

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/protestmail-stopp-slapp

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Keine Chance für juristische Einschüchterungs-Klagen! Der bisherige Entwurf einer Richtlinie, die Aktivist:innen und Journalist:innen vor solchen SLAPP-Klagen in Deutschland schützt, ist lückenhaft. Echter Schutz sieht anders aus! Appellieren Sie jetzt an den Rechtsausschuss des Bundestags: Wir brauchen ein Anti-SLAPP-Gesetz, das uns auch in Deutschland wirksam vor Einschüchterung schützt!

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