Presseerklärung

Greenpeace-Aktivisten fordern mit Projektion in Machu Picchu Ausbau der Erneuerbaren Energien

Klimakonferenz muss Ende der fossilen Ära einleiten

Lima, 30. 11. 2014 – Für das Ende der klimazerstörenden Ausbeutung von Kohle und Öl haben Greenpeace-Aktivisten in der Nacht vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Lima demonstriert.

Die Umweltschützer fordern die Teilnehmer der Konferenz zu einem entschlossenen Ausbau der Erneuerbaren Energien auf. „Klima schützen – Solar ausbauen!“, projizierten sie auf den Berggipfel über der Inka-Stadt Machu Picchu, dem Sonnentempel genannten Wahrzeichen Perus. „Wir fordern die Teilnehmer der Klimakonferenz auf, konsequent die größte und sauberste Energiequelle zu nutzen: die Sonne“, sagt Martin Kaiser, Leiter der internationalen Klimapolitik von Greenpeace. Die Citi-Bank schrieb kürzlich in einem Bericht: „Das Zeitalter der Erneuerbaren Energien hat begonnen.“ Die Erneuerbaren-Branche boomt weltweit, Energiesysteme verändern sich. Zwischen 2009 und 2013 stammten 37 Prozent der neu installierten Kraftwerksleistung aus Erneuerbaren Energien. Alleine im Jahr 2013 waren es 52 Prozent.

Nach Jahren der Stagnation ist die internationale Klimapolitik zuletzt in Bewegung geraten. Mit den USA und China haben sich die beiden größten Klimaverschmutzer Mitte November erstmals auf Schritte gegen die Folgen des Klimawandels geeinigt. „Die gemeinsame Ankündigung der USA und China ist ein Wendepunkt. Jetzt sind auch alle anderen großen Atmosphärenverschmutzer gefordert, mutige Klimaziele vorzulegen“, so Kaiser. „Kanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister Gabriel müssen ein Gesetz zum langfristigen Kohleausstieg vorlegen. Nur so kann Deutschland sein 40-Prozentziel bis zum Jahr 2020 sicher erreichen und sich in Lima wieder an die Spitze der Klimabewegung setzen."

Der Weg zu einem neuen Klimavertrag

Vertreter aus 194 Ländern werden in den kommenden zwölf Tagen in Lima die Grundzüge eines globalen Klimavertrags aushandeln, der Ende 2015 in Paris unterzeichnet werden soll. Dabei geht es um den langfristigen Ausstieg aus fossilen Energien wie Kohle und Öl, die Ausbaugeschwindigkeit der Erneuerbaren Energien, sowie die finanzielle und technische Unterstützung jener Länder, die den Folgen des Klimawandels am Wenigsten entgegenzusetzen haben.

Bis März 2015 müssen Länder ihre nationalen Klimaziele für die Zeit nach 2020 vorlegen. Um den Prozess zu beschleunigen, bis 2050 eine Energieversorgung zu 100 Prozent aus Erneuerbaren zu sichern, fordert Greenpeace kurze Zyklen. Länder sollten jetzt ihre Klimaziele bis zum Jahr 2025 und nicht 2030 vorlegen und im weiteren Prozess alle fünf Jahre verbesserte Ziele präsentieren. Dadurch würde die politische Verantwortung verbessert und der boomende Ausbau der Erneuerbaren berücksichtigt.

Achtung Redaktionen: Für Rückfragen erreichen Sie Martin Kaiser in Lima unter Tel. +51–940 02 07 63, Fotos: Eva Petschull Tel. +51 –940 08 20 23, eva.petschull@greenpeace.de; Video-Material: https://greenpeace.box.com/s/b0j7gpnlokfn1132p8j9

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