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Das Warten hat ein Ende

Endlich ist das Greenpeace-Aktionsschiff Arctic Sunrise zurück in seinem Heimathafen in Amsterdam. Rund zehn Monate lag es in Murmansk an der Kette.
 

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Die russische Küstenwache hatte das Schiff im letzten Jahr illegal besetzt und dann beschlagnahmt. Die Besatzung wurde für 70 Tage inhaftiert. Die gleichen Männer und Frauen, die für den Schutz der Arktis im Gefängnis waren, haben heute ihr Schiff in Amsterdam willkommen geheißen.

Am späten Vormittag konnten die Arctic30 zum ersten Mal seit September vergangenen Jahres wieder an Bord ihres Schiffes gehen. Für manche war es ein Schock, zu sehen, in welchem Zustand die Arctic Sunrise derzeit ist. Nach der Beschlagnahme durch die russische Küstenwache wurden Teile der Bordelektronik entfernt oder zerstört. Doch die Freude über die Rückkehr der Arctic Sunrise überwiegt. Jetzt wird sie zunächst in einer Werft überholt bevor sie wieder für den Schutz der Arktis in See stechen kann.

„Dies ist ein toller Moment für mich, meine Freunde und die Millionen von Menschen, die sich für unsere Freilassung eingesetzt haben“, sagt Faiza Oulahsen, Mitglied der Arctic30. Oulahsen verbrachte selbst 70 Tage in russischer Haft, da sie an dem friedlichen Protest in der Petschorasee teilgenommen hatte.

Oulahsen bedankte sich zudem für die breite Solidarität während ihrer Gefangenschaft. „Wir sind unglaublich dankbar für die immense Unterstützung - und wir sind uns gleichzeitig bewusst, dass leider nicht alle dieses Privileg haben. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um meine Unterstützung für alle friedfertigen, inhaftierten Umweltaktivistinnen und -aktivisten in Russland und aller Welt auszudrücken.“

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