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Brigitte Behrens, Geschäftsführerin Greenpeace e.V. , Juli 2004
© Holde Schneider / Greenpeace

Jahresrückblick 2003

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Liebe Leserinnen und Leser,

Urwälder und Meere sind einzigartige Lebensräume für Millionen Tier- und Pflanzenarten - und Lebensgrundlage für uns alle. Dennoch werden die Ozeane maßlos überfischt und vergiftet, riesige Urwaldflächen durch Kahlschläge und Brandrodungen zerstört. Nur mit globalen Schutzgebieten und einer ökologisch sinnvollen Nutzung ist dieser Raubbau zu stoppen. Dafür kämpft Greenpeace seit langem weltweit, 2003 ebenso wie in den kommenden Jahren.

Mit SolarGeneration haben wir 2003 ein großes Jugendprojekt für eine Energieversorgung mit erneuerbaren Energien gestartet. Wirtschaftsminister Wolfgang Clement und Kanzler Gerhard Schröder setzen dagegen weiter auf den Klimakiller Kohle. Eine fatale Fehlentscheidung, denn bis 2020 muss etwa die Hälfte aller deutschen Kraftwerke ersetzt werden. Greenpeace fordert eine zukunftsfähige Weichenstellung, da die jetzigen Investitionen unsere Energieversorgung für die nächsten 40 Jahre bestimmt. Die Bundesregierung hätte allen Grund mit gutem Beispiel voranzugehen. Ist sie doch im Juni 2004 Gastgeber einer internationalen Konferenz für erneuerbare Energien.

Wichtige Zukunftsprojekte konnten wir 2003 realisieren: Zum Thema Umwelt und Globalisierung haben wir zusammen mit anderen Organisationen in Berlin den Globalisierungskongress Mc.Planet.com veranstaltet, mit rund 1500 Teilnehmern.

Mit der Spende aus einer Erbschaft wurde der Bau eines neuen Segelschiffes finanziert, das im Frühsommer 2004 vom Stapel einer ostdeutschen Werft in Wolgast laufen soll. Im Herbst 2003 hat die Greenpeace Umweltstiftung den Tierpark Warder in Schleswig-Holstein übernommen, um seltene europäische Nutztierrassen vor dem Aussterben zu bewahren.

Großen Zuspruch finden unsere Verbraucherkampagne für gesundes Essen und das EinkaufsNetz (EKN), in dem sich Zehntausende Verbraucher engagieren. Das EKN hat 2003 mit mehr als 100 Untersuchungen nachgewiesen, dass konventionelle Obst- und Gemüsewaren stark mit Pestizidrückständen belastet sind. Bei jeder fünften Probe wurden die zulässigen Grenzwerte überschritten. Greenpeace fordert eine naturnahe Landwirtschaft, ohne Gifte und Gentechnik.

In Europa erteilen Verbraucher, Bauern und Umweltschützer genmanipulierten Produkten seit Jahren eine Absage. Das zeigt Wirkung: Der Agrar-Konzern Bayer CropScience hat 2003 angekündigt, keine Freisetzungsversuche mit Gen-Pflanzen mehr in Großbritannien durchzuführen. Monsanto, einer der weltweit größten Produzenten von Pestiziden und Gentech-Saaten, will sich mit seinem Getreidegeschäft aus mehreren europäischen Ländern zurückziehen. Ein Erfolg unserer langjährigen Kampagnenarbeit.

Einen weiteren großen Erfolg konnten wir kurz vor Jahresende erzielen: Die größte Handelskette Deutschlands, die Metro-Group, erklärte gegenüber Greenpeace den Verzicht auf Gentechnik in den Produkten ihrer Eigenmarken.

Auch von Ihrer Unterstützung hängt es ab, dass wir schlagkräftig genug sind, um gesunde Lebensmittel, eine zukunftsfähige Energieversorgung sowie den Schutz von Meeren und Urwäldern durchzusetzen. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin auf diesem Wege.

Mit herzlichen Grüßen und herzlichem Dank

Brigitte BehrensGeschäftsführerin von Greenpeace

Jahresrückblick 2003

Jahresrückblick 2003

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