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Greenpeace Aktion gegen japanische Walfänger im Südpolarmeer, Dezember 2005
Kate Davison / Greenpeace

Umweltschutz in einer globalisierten Welt

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Umweltprobleme sind heute nicht mehr lokal zu lösen: Klimawandel, Meeresverseuchung, Überfischung, Abholzung der letzten Urwälder, Ausrottung unzähliger Arten. Um dem wachsenden Raubbau global agierender Konzerne Paroli zu bieten, muss immer öfter gemeinsam und international gehandelt werden. Das hat Greenpeace im Jahr 2005 verstärkt getan:

Mit dem Flaggschiff Esperanza starten wir im Sommer 2005 von Kanada aus eine internationale Expedition gegen die zerstörerische Tiefseefischerei im Atlantik. Greenpeacer dokumentieren die Verwüstung, die Grundschleppnetze im Nordwest-Atlantik hinterlassen, und kämpfen für die Einrichtung von Meeresschutzgebieten.

Erste Zwischenerfolge im Urwald: Dass Kampagnen häufig erst nach langer Zeit wirken, zeigen Schutzgebiete, die zum Jahreswechsel in Kanada und innerhalb der letzten zwei Jahre in Brasilien eingerichtet wurden. In beiden Regionen stellt sich Greenpeace seit mehr als einer Dekade gegen massive Abholzung und insbesondere illegale Machenschaften korrupter Holzkonzerne. Und das werden wir auch in Zukunft weiter tun. Aktionen zum Schutz der letzten europäischen Urwälder führen Greenpeace 2005 auch nach Finnland, u.a. mit der Einrichtung eines mehrwöchigen Camps vor Ort.

Während sich Wetterextreme häufen, reduziert die Große Koalition Deutschlands das Ziel der CO2-Einsparung um zehn Prozent. Der Stromriese RWE investiert in zwei zusätzliche Braunkohleblöcke statt in Erneuerbare Energien. Dagegen demonstrieren Greenpeacer im November auf den Kohlekraftwerken des europäischen Klimakillers Nr. 1. Auf die Gefahren von Dieselruß weisen wir seit 1999 hin, 2005 unter anderem mit einer Aktion auf der Siegessäule in Berlin.

Ob bei Chemikalien-Verordnungen oder beim Gentechnik-Gesetz, das aus unserer Sicht die gentechnikfreie Landwirtschaft sicherstellen soll, drohen unter der Großen Koalition gefährliche Rückschritte. Greenpeace setzt dagegen, fordert beispielsweise von Marktführern der Milchproduktion wie der Unternehmensgruppe Theo Müller GmbH & Co. KG gentechnikfreie Tierfütterung.

Nach 25 Jahren erfolgreicher Umweltschutzarbeit in Deutschland ist Greenpeace nötiger denn je. Mit vielen von Ihnen haben wir 2005 unser Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen gefeiert. Ebenso zeigt uns das seit 15 Jahren bestehende Greenteam-Projekt, dass in unseren Kindern die Greenpeace-Ideale lebendig sind. Für die vielen Glückwünsche möchte ich mich noch einmal herzlich bedanken. Ihre Botschaften und rege Teilnahme sind uns Lob und Ansporn zugleich. Mehr als 550.000 Förderer unterstützten uns im Jahr 2005. Greenpeace erreichte einen Gesamtertrag von knapp 40 Millionen Euro. Ihre Spenden machen uns finanziell unabhängig. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin, damit Greenpeace auch in Zukunft viel bewegen kann.

Mit herzlichen Grüßen und bestem Dank

IhreBrigitte BehrensGeschäftsführerin von Greenpeace

Jahresrückblick 2005

Jahresrückblick 2005

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