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Greenpeace muss sich neuen Herausforderungen stellen:

  • Die fortschreitende Globalisierung bringt immer größere weltweit operierende Konzerne hervor.
  • Schwellenländer wie Indien, China oder Brasilien werden durch ihre schnell wachsende Industrialisierung und ihren ungeheuren Bedarf an Ressourcen mit immer größeren Umweltzerstörungen konfrontiert, die sich weltweit auswirken.
  • Die Medienlandschaft und der Umgang mit den Medien durch die Menschen hat sich stark verändert. Die Bedeutung von Druckmedien hat abgenommen, Internet und Handy sind als neue Medien hinzugekommen. Die Zahl der TV-Kanäle ist gewachsen.
  • Die Bedrohung unserer Lebensgrundlagen hat - global gesehen - stark zugenommen, auch wenn Umweltschäden in Deutschland weniger sichtbar sind als noch Jahre zuvor. Die Abholzung der Wälder, die Überfischung der Meere, die Pestizidbelastung der Böden und besonders der Klimawandel bedrohen die Lebensgrundlagen und die Artenvielfalt auf unserem Planeten mehr als je zuvor.

Um in dieser sich schnell wandelnden Welt auch weiterhin erfolgreich die Umwelt schützen zu können, hat sich Greenpeace Deutschland in den Jahren 2006 und 2007 strategisch neu ausgerichtet.

  • Wir werden uns auf die großen globalen Umweltprobleme Klimawandel, Zerstörung und Ausbeutung der Meere und Urwälder konzentrieren und dabei mehr internationale Aufgaben der Gesamtorganisation übernehmen.
  • Wir wollen das erste Greenpeace-Büro in Afrika eröffnen. Greenpeace Deutschland wird die internationale Organisation dabei unterstützen.
  • Wir wollen mit neuen und koordinierten Kommunikationsstrategien noch mehr Menschen erreichen.
  • Wir werden Greenpeace International helfen, ein neues modernes hochseetaugliches Segelschiff für unsere Kampagnenarbeit zum Schutz der Meere zu finanzieren. Die betagte Rainbow Warrior II muss ersetzt werden. Nur mit solch einem Schiff erreichen wir Regionen auf dem Wasserweg, in denen sonst Zeugen für Umweltverbrechen fehlen, wie die Jagd auf Wale im Südpolarmeer oder Tankerunglücke in entlegenen Regionen.

Um diese Aufgaben optimal zu erfüllen, hat Greenpeace Deutschland seine Struktur geändert. Dieses Projekt wurde zum 31. Juli 2007 abgeschlossen. Zusätzlich war ein finanzielles Umstrukturierungsprogramm nötig: Die Spendeneinnahmen sind stabil, doch die Kosten steigen. Zudem brauchen wir mehr finanzielle Mittel für die direkte Kampagnenarbeit, um auch weiterhin gegen die großen internationalen Umweltprobleme erfolgreich kämpfen zu können.

Greenpeace Deutschland unterstützt die internationale Kampagnenarbeit ab 2007 mit jährlich 13 Millionen Euro. Damit ist Greenpeace Deutschland vor den Niederlanden und Großbritannien die größte Stütze der weltweiten Umweltarbeit. Ziel der Geschäftsführung bleibt es, die laufenden steigenden Ausgaben den Einnahmen anzupassen und - anders als in den Jahren 2006 und 2007 - die Rücklagen nicht für laufende Ausgaben abzubauen. Daher musste Greenpeace Personalkosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro und Sachkosten von einer Million einsparen. Künftig entfallen 18 Vollzeitstellen.

Der Geschäftsführung und dem Betriebsrat von Greenpeace Deutschland ist es in den vergangenen Monaten gelungen, mit dem Abschluss eines Sozialplans und eines Interessenausgleichs sozial verträgliche, einvernehmliche Lösungen zu finden. Eine Transfergesellschaft bietet den Betroffenen neue Möglichkeiten zur beruflichen Orientierung.

Mit einer neuen Struktur geht Greenpeace Deutschland in die Zukunft. Und unsere große Kampagne gegen den Klimawandel, Projekte wie der Bau der Arche Noah auf dem Berg Ararat gemeinsam mit unseren türkischen Kollegen und unsere Protestaktion zum G8-Gipfel in Heiligendamm zeigen, dass unsere Umweltarbeit erfolgreich weitergeht - international und hier in Deutschland. Getragen vom Engagement und Idealismus unserer Mitarbeiter und einem breiten Spektrum von Ehrenamtlichen.

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