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Das drängendste Umweltproblem der Gegenwart ist der weltweite menschengemachte Klimawandel, sagt Roland Hipp, Kampagnen-Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland. Für unsere Arbeit gilt: Wir müssen noch stärker auf die Globalisierung von Industrie und Wirtschaft reagieren und unsere Aktionen ebenfalls globalisieren.

Schon heute unterstützt Greenpeace Deutschland zahlreiche Büros an internationalen umweltpolitischen Brennpunkten wie in China, Indien und Brasilien nicht nur finanziell, sondern auch personell durch erfahrene Kampaigner. In Deutschland und im Ausland hat Greenpeace in den vergangenen 25 Jahren maßgeblich zur Lösung drängender Umweltprobleme beigetragen. Zu ihren größten Erfolgen zählt die Umweltorganisation die internationale Anerkennung des Weltpark Antarktis 1998, der die Südpolregion vor industrieller Nutzung verschont sowie die Entwicklung und Markteinführung des FCKW-freien Kühlschranks Greenfreeze, der weltweit inzwischen rund 150 Millionen Mal verkauft wird. Der Kühlschrank kommt ohne ozonschicht- und klimaschädliche Kühlgase aus. Außerdem ist die seit vier Jahren laufende Kampagne gegen Gentechnik in Lebensmitteln ausschlaggebend dafür, dass Gentechnikprodukte in deutschen Supermärkten praktisch unverkäuflich sind.

Mit den Erfolgen wuchs auch die Zahl der Unterstützer. Kämpfte 1980 nur eine Hand voll Umweltaktivisten gegen die Dünnsäureverklappung der Firma Kronos-Titan, hat sich Greenpeace heute zu einer schlagkräftigen gesamtgesellschaftlichen Kraft gewandelt. Allein 2004 ist die Zahl der Förderer um 20.000 auf rund 548.000 Förderer angewachsen. Rund 2.700 Ehrenamtliche engagieren sich in 85 lokalen Gruppen, es existieren 48 Jugend-Gruppen (JAGs), 24 Teams50plus (Senioren) und 1.700 Greenteams (Kindergruppen). Auch finanziell erhält Greenpeace Deutschland viel Zuspruch. Die Gesamterträge beliefen sich 2004 auf 41,54 Millionen Euro. Die Organisation nimmt keine Projektgelder von Staat, EU oder Industrie an.

Die Herausforderungen der nächsten Jahre kann Greenpeace jedoch nicht allein bewältigen. Moderne Umweltstandards sollen auch in anderen Ländern zur Pflicht werden. Dazu kann jeder Verbraucher seinen Teil beitragen, unter anderem durch verantwortungsvollen Konsum. Doch auch die Politik darf nicht immer mehr Verantwortung an internationale Konzerne abgeben, sondern muss stärker die Lebensgrundlagen der Bevölkerung schützen. Umweltschutz ist kein Luxus - sondern Überlebensvorsorge, so Roland Hipp.

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