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Unter dem bangladesischen Namen Rongdhonu (dt. Regenbogen) ist die alte Rainbow Warrior II seit 2011 als Krankenhausschiff unterwegs
© Athit Perawongmetha/Greenpeace

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Hoch auf See wird es für das Regenbogenschiff aber nicht mehr gehen. Es soll in Küstennähe eingesetzt verarmte Gemeinden in Bangladesch mit medizinischer Hilfe versorgen. Nach dem Umweltschutz wird das ehemalige Greenpeace-Flagschiff nun helfen Menschenleben zu retten, sagt Dr. Christian Bussau, Leiter der TaskForce bei Greenpeace Deutschland. Es ist sehr wichtig, dass den Menschen in den Regionen der Erde geholfen wird, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Denn die Leidtragenden sind vor allem die Ärmsten der Armen. Bangladesch wird immer wieder von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht.

Mit der Rongdhonu will die Organisation Friendship in schwer zugängliche Gebiete von Bangladesch vordringen, wo die Menschen bereits heute die Auswirkungen der Klimaveränderung spüren. Das schwimmende Krankenhaus wird Erste Hilfe, Arzneimittel und ärztliche Unterstützung zur stark gefährdeten Bevölkerung bringen, die bislang wenig oder keinen Zugang zu medizinischer Grundversorgung hat.

Symbol für Hoffnung

Bei der Übergabezeremonie ist auch der Kapitän der Rainbow Warrior II, Mike Fincken, vor Ort. Zum Abschied seines Schiffes zitierte er eine Weisheit der Cree Indianer: Es wird eine Zeit kommen, in der die Erde krank werden wird. Und wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist, wird sich ein Stamm aus allen Kulturen der Welt versammeln, der an Taten und nicht an Worte glaubt. Sie werden sich dafür einsetzen, die Erde zu heilen. Sie werden Krieger des Regenbogens genannt werden.

Aufgrund dieses Zitates erhielt auch die Rainbow Warrior damals ihren Namen. Fincken schloss seine Rede mit den Worten: Dieses Schiff hat Menschen aus der ganzen Welt transportiert und stand als Symbol für Hoffnung über Schwarzseherei und als Zeichen von Handeln gegenüber Gleichgültigkeit. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Auftrag weiterzugeben.

1989 war die Rainbow Warrior II das erste Mal für Greenpeace im Einsatz. Sie war das Nachfolgeschiff für die Rainbow Warrior, die 1985 von Agenten des französischen Geheimdienstes im neuseeländischen Hafen Marsden Wharf versenkt wurde. Durch zahlreiche Erfolge wurde die Rainbow Warrior auf der ganzen Welt bekannt.

Sie bekämpfte Umweltverbrechen, brachte Katastrophenhilfe zu den Opfern des Tsunamis in Südostasien im Jahr 2004, fuhr Aktionen gegen illegale Holzlieferungen aus dem Regenwald sowie gegen Atomwaffentests. Greenpeace protestierte mit ihr gegen Überfischung, Walfang und globale Erderwärmung in jedem Meer der Welt. In ihrem jüngsten Einsatz reiste die Rainbow Warrior II in die Küstengebiete von Fukushima, von wo aus Greenpeace Messungen durchführte.

Rainbow Warrior III steht in den Startlöchern

Nach der Einweihungsfeier wird das Schiff von Singapur nach Bangladesch fahren, wo es im Spetember 2011 im Hafen von Chittagong erwartet wird. Greenpeace wird im Oktober dann den Nachfolger der Rainbow Warrior II, die Rainbow Warrior III, erhalten und taufen. Das Schiff wird die Greenpeace Flotte passend zum 40. Geburtstag von Greenpeace International ergänzen.

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