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Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland e.V. , März 2007.
Samuel Zuder / Greenpeace

Greenpeace-Geschäftsführerin Brigitte Behrens auf dem Kirchentag

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Für Brigitte Behrens sieht der Blick ins Jahr 2050 durchaus positiv aus. Die Greenpeace-Geschäftsführerin spricht sogar von einer heiteren Vision für die Zukunft. Dann gehen wir mit Mensch und Natur respektvoll um, so Behrens. Der Klimawandel ist eingegrenzt, die Wälder sind geschützt, in den Weltmeeren gibt es Fisch in Hülle und Fülle und der ökologische Landbau sorgt für eine nachhaltige Ernährung für alle.

Die Basis für diese Entwicklung sieht Behrens schon gelegt: Wir Menschen sollten intelligent genug sein, unsere Probleme lösen zu können. Schon jetzt wüssten wir bei vielen Problemen, wie die Lösungen aussehen müssten. Beispiel Meeresschutz: Experten fordern zur Sicherung der letzten Bestände, rund 40 Prozent aller Meere zu Schutzgebieten zu erklären und zerstörerische Fangmethoden - wie die Grundschleppnetzfischerei – zu verbieten. Doch es bewegt sich noch zu wenig – und das Muster dabei ist von vielen anderen Umweltproblemen bekannt: Das Wissen um die Probleme ist da, es mangelt jedoch an der konkreten Umsetzung. Als Ursache dafür sieht Brigitte Behrens Kleinmut, Behäbigkeit, Ängste und massive Durchsetzung von Interessen der Wirtschaft.

Zur Realität könnten Visionen erst werden, wenn wir aus eingefahrenen Strukturen ausbrechen. Behrens fordert daher einen neuen Gesellschaftsvertrag: Das Vorsorgeprinzip muss der Leitgedanke sein. Ein Beispiel für diese Änderung im Denken: Wenn wir verhindern wollen, dass weitere Urwälder gerodet werden, müssen wir jetzt unseren alltäglichen Fleischkonsum minimieren.

Von Brigitte Behrens gab es daher ein klares Plädoyer an die Besucher des Kirchentags: Wir müssen etwas tun, und wir müssen es jetzt tun. Es müsse Schluss sein mit der Aufschieberei bei der Umsetzung. Wir müssen handeln, getreu dem Greenpeace-Motto Taten statt warten.

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