Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Besonders die Jugendlichen von Greenpeace verschaffen sich mit kreativen Aktionen und Forderungen bei der deutschen Politik vor Beginn des Gipfels Gehör: Der Staatssekretärin des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung überreichen sie einen symbolischen Scheck über neun Milliarden Euro als Zeichen für die von der Bundesrepublik zugesagten, aber nicht eingehaltenen Leistungen. Auf dem Alexanderplatz in Berlin halten sie eine 100stündige Mahnwache und fordern alle Regierungen auf, Johannesburg zum Erfolg zu führen.

Bundeskanzler Schröder überreichen sie einen Reisekoffer für Johannesburg, in dem sich auch ein Steuerrad mit der Botschaft befindet, in Johannesburg das Steuer in die Hand zu nehmen. Die Forderung der Jugendlichen: Zehn verlorene Jahre liegen seit dem Erdgipfel in Rio de Janeiro 1992 hinter euch - jetzt müsst ihr handeln! Die Erde ist kein Selbstbedienungsladen der Erwachsenen! Doch das geschieht leider nicht.

Bis zum letzten Tag der Konferenz protestiert Greenpeace vor Ort und weltweit an gefährdeten Plätzen: Auf dem von der Klimaerwärmung bedrohten Pasterze-Gletscher in Österreich das Banner Climate change powered by Esso, Shell, BP, in Durban, Südafrika Proteste für saubere Energie an einer Ölraffinerie. In Thailand, im mexikanischen Tijuana wie auch an der berühmten Jesus-Statue in Rio zahlreiche Aktionen zur Forderung nach erneuerbaren Energien.

Trotz aller Proteste hat der Weltgipfel mit seinen hoch gesteckten Zielen aus Greenpeace-Sicht in wesentlichen Punkten versagt: Besonders die Weigerung, sich beim Ausbau erneuerbarer Energien auf Ziele zu einigen, ist ein Desaster für den Klimaschutz. Politischen Schwung bekommt das durch die USA und Ölförderstaaten blockierte Thema allein dadurch, dass Kanada, China, Russland und Indien zusagen, das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz zu verabschieden.

Ende der Gallerie

Mehr zum Thema

"NOT FOR SALE” Banner auf einem Plakat  mit der Weltkugel zur Klimaschutzkonferenz 2021 in Glasgow

Rückblick und Ausblick

  • 17.11.2021

Die Klimakonferenz in Glasgow ist zu Ende. Ob sie eine neue Dynamik entwickelt, wird auch die kommende Bundesregierung zeigen.

mehr erfahren
Waldbrand im Amazonas

Wirtschaftlicher Teufelskreis

  • 16.11.2021

Der Amazonas-Regenwald ist ein Schlüsselelement für Biodiversität und Klimaschutz. Doch der geplante Handelsvertrag zwischen Europa und Südamerika gefährdet ihn weiter.

mehr erfahren
Aufbau eines Tiny Houses

Zuhause

  • 12.11.2021

Weniger ist mehr – wie wir uns vom Überfluss in den eigenen vier Wänden befreien können.

mehr erfahren
Portraits Klimabeschwerdeführer

Klimapolitik vor Gericht

  • 12.11.2021

Neun junge Menschen halten die deutschen Klimaschutzmaßnahmen für unzureichend und ziehen vor das Bundesverfassungsgericht. Greenpeace unterstützt die Verfassungsbeschwerde.

mehr erfahren
Deutschlandkarte Make-Smthng-Week

Systemwandel selbermachen

  • 12.11.2021

Vom 19. bis zum 28. November findet erneut die MAKE SMTHNG-Woche statt. Maker:innen zeigen deutschlandweit, dass ein anderes Wirtschaften möglich ist – und Spaß macht.

mehr erfahren
Probenahme auf einem Spielplatz

Auf den zweiten Blick

  • 28.09.2021

Welchen Schadstoffen ist die Bevölkerung nach der Explosion in Leverkusen ausgesetzt? Nach Greenpeace-Analysen kommt die Entwarnung durch das Landesumweltamt verfrüht.

mehr erfahren