Skip to main content
Jetzt spenden
Die Erde - aus dem Weltraum fotografiert.
© NASA

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Wissenschaftler des Global Footprint Network in Kalifornien und der Londoner New Economic Foundation sind mit Hilfe des sogenannten Ökologischen Fußabdrucks zu diesem Ergebnis gekommen. Sie verarbeiteten eine Fülle von Daten, die ihnen UNO und FAO zur Verfügung stellten.

Beim Vergleich mit früheren Jahren stellten sie fest, dass der Ökologische Schuldentag immer früher eintritt. Vor 20 Jahren fiel er noch auf den 19. Dezember. Die Phase des Raubbaus wird jährlich länger. Sie geht auf das Konto lediglich eines Viertels der Weltbevölkerung.

Ab jetzt leben wir Menschen für den Rest des Jahres ökologisch auf Pump, erklärt Andree Böhling, Energieexperte von Greenpeace. Da wir weltweit mehr Ressourcen verbrauchen als die Erde zur Verfügung stellt, treiben wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen in den Ruin.

Als Folgen dieses kurzsichtigen Wirtschaftens nennt Böhling die Zerstörung einzigartiger Ökosysteme, Bodenerosion, Überfischung und kahlgeschlagene Wälder. Zuerst zerstören wir die Natur, letztendlich gefährden wir aber unsere eigene Existenzgrundlage. Das haben Politik und Industrie bis heute nicht wirklich verstanden.

{video_r}Besonders deutlich wird der Raubbau am Beispiel der Braunkohle: Deren Verfeuerung ist die klimaschädlichste und ineffizienteste Art, Energie zu erzeugen. Kein anderer Energieträger setzt pro erzeugter Kilowattstunde Strom mehr Kohlendioxid frei. Zudem werden durch das Abbaggern der Braunkohle nicht nur Wohnstätten der Menschen sondern auch wertvolle Naturräume unwiederbringlich zerstört.

Heute beuten wir in neun Monaten aus, was die Erde in einem Jahr wiederherstellen kann. Trotzdem leben drei Viertel der Menschheit noch in äußerst bescheidenen, oft menschenunwürdigen Verhältnissen, betont Böhling. Wir müssen unsere Wirtschaftsweise ändern. Wir leben in einer begrenzten Welt und unser Lebensstil und unsere Wirtschaft müssen sich danach richten. Wir brauchen Konzepte für eine global faire Ökonomie.

Mit dem Ökologischen Fußabdruck lassen sich der Bedarf des Menschen an Nahrung, Energie und Konsumgütern sowie seine Auswirkungen auf die Umwelt erfassen. Die Größe des Fußabdrucks entspricht der Fläche, die benötigt wird, um Rohstoffe zu reproduzieren und Schadstoffe abzubauen. Vergleicht man den Fußabdruck mit der weltweiten Fähigkeit der Ökosysteme, Ressourcen zu erneuern und Abfälle aufzunehmen, ergibt sich das Datum des Ökologischen Schuldentages.

Mehr zum Thema

"NOT FOR SALE” Banner auf einem Plakat  mit der Weltkugel zur Klimaschutzkonferenz 2021 in Glasgow

Rückblick und Ausblick

  • 17.11.2021

Die Klimakonferenz in Glasgow ist zu Ende. Ob sie eine neue Dynamik entwickelt, wird auch die kommende Bundesregierung zeigen.

mehr erfahren
Waldbrand im Amazonas

Wirtschaftlicher Teufelskreis

  • 16.11.2021

Der Amazonas-Regenwald ist ein Schlüsselelement für Biodiversität und Klimaschutz. Doch der geplante Handelsvertrag zwischen Europa und Südamerika gefährdet ihn weiter.

mehr erfahren
Aufbau eines Tiny Houses

Zuhause

  • 12.11.2021

Weniger ist mehr – wie wir uns vom Überfluss in den eigenen vier Wänden befreien können.

mehr erfahren
Portraits Klimabeschwerdeführer

Klimapolitik vor Gericht

  • 12.11.2021

Neun junge Menschen halten die deutschen Klimaschutzmaßnahmen für unzureichend und ziehen vor das Bundesverfassungsgericht. Greenpeace unterstützt die Verfassungsbeschwerde.

mehr erfahren
Deutschlandkarte Make-Smthng-Week

Systemwandel selbermachen

  • 12.11.2021

Vom 19. bis zum 28. November findet erneut die MAKE SMTHNG-Woche statt. Maker:innen zeigen deutschlandweit, dass ein anderes Wirtschaften möglich ist – und Spaß macht.

mehr erfahren
Probenahme auf einem Spielplatz

Auf den zweiten Blick

  • 28.09.2021

Welchen Schadstoffen ist die Bevölkerung nach der Explosion in Leverkusen ausgesetzt? Nach Greenpeace-Analysen kommt die Entwarnung durch das Landesumweltamt verfrüht.

mehr erfahren