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Klimakrise ist jetzt

Starkregen, Dürren, Hitzewellen: Die Klimakrise ist im Sommer 2021 spürbar.

Extremwetterereignisse häufen sich überall auf der Welt. Kanada erlebt eine nie gekannte Hitzewelle, in der japanischen Stadt Atami begrub nach Starkregen eine Schlammlawine Häuser und Menschen unter sich. Auch Deutschland leidet seit Tagen unter einer geballten Gewitterlage mit Hagel und Überschwemmungen. Ist das bereits die Klimakrise? Die  Ereignisse passen jedenfalls in das Bild, das Klimaforscher:innen seit Jahren zeichnen. Die Welt verändert sich vor unseren Augen.

Klimakrise-Ticker

318

09:59
30. Juli 2021

Waldbrände am Mittelmeer

Der Sommer der Wetterkatastrophen endet nicht. Während in Deutschland die Überflutungen noch nicht getrocknet sind und fürs Wochenende neuer Starkregen angekündigt, brennt es in mehreren Mittelmeerländern wie Spanien und der Türkei.

314

18:00
29. Juli 2021

Wissenschaft ruft zum Earth Overshoot Day zu sofortigem Handeln auf

Heute ist Earth Overshoot Day - und knapp 14.000 Wissenschaftler:innen warnen erneut in dringlichen Worten davor, was passiert, wenn wir unsere Anstrengungen zum Klimaschutz nicht verstärken. Sie beziehen sich explizit auch auf die vielen Wetterkatastrophen, die seit der ersten Veröffentlichung ihres Papiers stattgefunden haben, wie die Klimaflut in Deutschland.

312

13:23
27. Juli 2021
Vertrockneter Fichtenforst

Förster im Spiegel zur Flutkatastrophe: "Unsere Umwelt ist ganz schön kaputt

Mehrere Faktoren haben die Klimaflut verstärkt - darunter auch, dass die Wälder unter der Erderhitzung leiden. Förster Jens Willen aus der von der Flut betroffenen Eifel beschreibt seine Beobachtungen. 

310

14:24
23. Juli 2021

Überschwemmungen in der Türkei

Auch der Nordosten der Türkei leidet unter heftigen Regenfällen und Überschwemmungen. Besonders betroffen sind die Städte Rize und Artvin, viele Dörfer sind nicht zugänglich. Unsere Kolleg:innen aus dem Greenpeace-Landesbüro schreiben: "Nicht nur in der Türkei, sondern auf der ganzen Welt kommt es zu Überschwemmungen, die gewaltige Schäden anrichten. Das ist nicht normal. Es nennt sich Klimakrise." In Teilen des Landes wurden diese Woche Hitzerekorde gebrochen: In der Stadt Cizre maßen Metorolog:innen am Dienstag eine Höchsttemperatur von 49,1 °C, ein Zehntelgrad über dem bisherigen Höchstwert vom 27. August 1961.

306

12:27
21. Juli 2021

Markus Söder kündigt mehr Klimaschutz an – ein Kommentar von Greenpeace-Vorstand Martin Kaiser

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte in seiner heutigen Regierungserklärung an, Klimaschutz unter dem Eindruck der Klimaflut künftig entschlossener anzugehen und Bayern zu einem “Premiumland für Klimaschutz” zu machen. Es kommentiert Greenpeace-Vorstand Martin Kaiser:

“Es ist gut, wenn Markus Söder sich den Ländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz anschließt und bis zum Jahr 2040 klimaneutral werden will. Der erste Schritt zu diesem Ziel aber hätte heute sein müssen, Bayerns klimaschädliche Abstandsregel für Windräder zu kippen. 

Auch dass Söder den Ausstieg aus der Kohle bis 2030 und den Abschied vom klimaschädlichen Verbrenner vor 2035 fordert, klingt zunächst gut. Damit die Menschen dem CSU-Chef sein Umweltengagement auch abnehmen, muss er den bislang blockierenden CDU-Vorsitzenden Laschet jetzt überzeugen, beide Forderungen ins Wahlprogramm der Union aufzunehmen. 

Die katastrophale Flut hat gerade eindrücklich gezeigt, dass Klimaschutz Menschenschutz ist. Söder muss nun zeigen, dass er den Schutz des Klimas nicht als Wahlkampfmanöver missbrauchen will, sondern tatsächlich entschlossene Antworten auf die Herausforderungen der Klimakrise sucht und den notwendigen Paradigmenwechsel einleitet.”

308

12:11
21. Juli 2021

#Klimaflut weltweit ein Thema - zum Instagram-Posting

304

11:07
21. Juli 2021
Lisa Göldner, Klima-expertin von Greenpeace

Kommentar zu den Soforthilfen für die Betroffenen der Extremwetter

Soforthilfen in Höhe von insgesamt 400 Millionen Euro will das Bundeskabinett in seiner heutigen Sitzung beschließen. Es kommentiert Greenpeace-Klimaexpertin Lisa Göldner:

“Es ist gut und richtig, dass die Regierung den Betroffenen dieser verheerenden Flut schnell hilft. Wichtiger aber ist, dass aus dieser Katastrophe mit Ansage politische Konsequenzen folgen, die nicht nur Symptome lindern sondern das Problem der Klimakrise angehen. Damit zerstörerische Extremwetter mit fatalen Folgen in Zukunft nicht häufiger und noch stärker auftreten, muss der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas deutlich schneller gehen, der CO2-Ausstoß stärker sinken.

Um den Wiederaufbau zu finanzieren und den Schutz des Klimas schneller voran zu bringen, sollte die Bundesregierung jetzt gezielt auf klimaschädliche Haushaltsposten schauen. Neue Autobahnen gehören sofort auf den Prüfstand, klimaschädliche Subventionen müssen rasch beendet werden. Allein das Dienstwagenprivileg zu streichen, würde den Haushalt um  jährlich bis zu 5,5 Milliarden Euro entlasten.”  

302

13:11
18. Juli 2021
Portrait Martin Kaiser

Kommentar von Greenpeace-Vorstand Martin Kaiser zum Besuch von Bundeskanzlerin Merkel in den Überschwemmungsgebieten

Heute besucht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die von der Hochwasserkatastrophe besonders stark betroffenen Orte Schuld und Adenau in Rheinland-Pfalz. Greenpeace-Ehrenamtliche unterstützen derzeit die Aufräumarbeiten im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen. Greenpeace-Vorstand Martin Kaiser kommentiert:

"Diese verheerende Katastrophe ist eine Zäsur. Für Angela Merkel ist die Klimaflut der Fukushima-Moment in der Klimapolitik. Die Erderhitzung trifft uns bereits mit voller Wucht, ihr müssen endlich politische Konsequenzen folgen. Das Wohl der Menschen und der Natur muss ins Zentrum aller Politik rücken. Die Kanzlerin, der nun 16 Jahre verschleppte Klimapolitik auf die Füße fallen, muss noch einmal Führung zeigen. Sie muss, wie nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima, jetzt das Richtige tun und den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas deutlich beschleunigen." Den vollständigen Kommentar lesen Sie hier.

300

09:20
18. Juli 2021

Überschwemmungen in Sachsen, Bayern und Österreich

Der Landkreis Berchtesgadener Land in Oberbayern hat den Katastrophenfall ausgerufen. In der Sächsischen Schweiz waren gestern mehrere Städte und Gemeinden nicht mehr erreichbar. In der österreichischen Stadt Hallein im Salzburger Land ist nach starken Regenfällen die historische Innenstadt überflutet worden.

298

15:52
16. Juli 2021

Greenpeace-Helfer:innen vor Ort in NRW

Greenpeace-Aktive sind derzeit in den von Hochwasser betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen mit Hilfsequipment unterwegs und bieten den Gemeinden Unterstützung an. Greenpeace-Kampaignerin Viola Wohlgemuth: "So sieht Klimakrise aus. Die ist nicht irgendwo, die ist hier bei uns."

296

17:49
15. Juli 2021
Sandsäcke am Straßenrand in NRW

Deutsche sorgen sich wegen zunehmender Unwetter als Zeichen der Klimakrise

Die jüngsten Hitzewellen und Unwetter mit Hagel und Starkregen bereiten einem Großteil der Bundesbürger:innen ernste Sorgen, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts Kantar im Auftrag von Greenpeace. Im Zeitraum vom 6. bis 7. Juli 2021 wurden 1003 Menschen befragt.​ 

Auf die Frage: “Bereitet Ihnen die Zunahme von Extremwetterlagen wie Hitze, Dürre, Starkregen oder Überschwemmungen in Deutschland Sorge?” antworten 73 Prozent mit “Ja” oder “Eher ja”. Dabei halten die meisten Bundesbürger:innen die Maßnahmen der Regierung gegen die fortschreitende Klimakrise für nicht überzeugend. “Die Bundesregierung tut seit Jahren zu wenig beim Klimaschutz und bleibt weit hinter den Erwartungen der Bevölkerung zurück”, sagt Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. “Die schwarz-rote Regierung hat nie ausreichende Lösungen zur Klimakrise geliefert.” Die Presseerklärung finden Sie hier.

294

13:27
15. Juli 2021

Überschwemmungen sind Folge der Klimakrise

Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid: „Die aktuellen Extremwetter wie Starkregenfälle, Hochwasser und Überschwemmungen sind Folgen der Klimakrise. Und das ist erst der Anfang. Mit der globalen Erhitzung steigen weltweit die Temperaturen auf immer neue Rekordwerte. Die Atmosphäre heizt sich auf und entlädt sich in Form von Unwettern. Was es für die Menschen bedeutet, dass die Regierung Merkel Klimaschutz und Klimaanpassung immer hinter kurzfristige wirtschaftliche Interessen gestellt hat, spürt die Bevölkerung in weiten Teilen Deutschlands gerade auf schmerzlichste Art und Weise. Die Schwarz-Rote Regierung hat beim Klimaschutz nie ausreichende Lösungen geliefert. ”

292

08:19
15. Juli 2021

Weiter schwere Regenfälle und Überschwemmungen

Das Tief "Bernd" sorgt weiter für schwere Gewitter über Deutschland. Unter anderem Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein haben mit den Überschwemmungen zu kämpfen, in der Vulkaneifel wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Die Unwetter haben mittlerweile mehrere Todesopfer gefordert: Im Märkischen Kreis in NRW sind zwei Feuerwehrleute ums Leben gekommen, in der Eifel starben vier Menschen im Zusammenhang mit den Starkregenereignissen, viele weitere werden vermisst.

290

08:37
14. Juli 2021
Starkregen bei Düsseldorf

Extremwetter in großen Teilen Deutschlands

Erneut haben Gewitter und Starkregen in vielen Ortschaften in Deutschland für Überschwemmungen gesorgt. Besonders betroffen sind Ost- und Süddeutschland, auch in Nordrhein-Westfalen ist die Feuerwehr im Dauereinsatz. Unser Bild zeigt Erkrath in der Nähe von Düsseldorf. Klimawissenschaftler:innen sagen, dass Extremwetterereignisse durch die Erderhitzung wahrscheinlicher werden und sich häufen.

288

08:53
13. Juli 2021

Yosemite-Nationalpark von ausbreitenden Bränden bedroht

Nordamerika kämpft weiterhin mit hunderten von Waldbränden. Einer davon breitet sich in der Nähe des berühmten kalifornischen Nationalparks Yosemite aus, das Feuer erstreckte sich am Montagnachmittag auf eine Fläche von 32 Quadratkilometern. Währenddessen stellen sich USA und Kanada auf neue Hitzerekorde in den kommenden Tagen ein. Am Wochenende wurden in Las Vegas 47,2 Grad Celsius gemessen. Selbst in der Wüste von Nevada eine Seltenheit: Derartige Temperaturen wurden dort erst vier mal gemessen – dafür seit 2005 drei Mal.

286

08:35
12. Juli 2021

Hitzewelle in Nordamerika setzt sich fort

Die Hitzewelle in den USA tobt weiter. Im kalifornischen Death Valley stiegen die Temperaturen am Samstag auf 53 Grad Celsius: selbst im für seine Hitze berüchtigten Nationalpark ein Jahrhundertereignis. Viele US-Bundesstaaten kämpfen derweil weiterhin mit Waldbränden.

284

08:54
08. Juli 2021
Greenpeace-Firefighter in Russland

Greenpeace-Firefighter im Einsatz in Sibirien

Brandbekämpfungsexpert:innen von Greenpeace Russland und freiwillige Helfer:innen bekämpfen derzeit einen der Brände im Naturpark Lenafelsen, einem UNESCO-Weltnaturerbe in Jakutien. Dem Team gelang es, dass sich das Feuer nicht nach Osten ausbreitet, wo das Hauptgebiet des Nationalparks liegt.

Brände in den Lenafelsen sind nicht unbedingt selten, in diesem Jahr kommt aber viel zusammen, was die Lage verschlimmert: abnormale Hitze und Trockenheit, ein Seidenraupenbefall, der die Wälder in ein Pulverfass verwandelt hat, und eine große Anzahl von Blitzeinschlägen. Unter den Anwohnern gibt es keinen Zweifel daran, dass dies alles wegen des Klimawandels geschieht.

282

07:42
08. Juli 2021

Hitzewelle in Nordamerika ohne Klimakrise "nahezu unmöglich"

Eine Analyse der World Weather Attribution Group kommt zum Schluss: Die schwere Hitzewelle, die in der vergangenen Woche in Kanada und Teilen der USA wütete, wäre ohne den Einfluss der Klimakrise "nahezu unmöglich" gewesen. 27 Forscherinnen und Forscher unter anderem der Princeton University, der University of Oxford, der ETH Zürich, der Columbia University und des Deutschen Wetterdienstes waren an der Studie beteiligt. Die menschgemachte Erderhitzung hat laut den Wissenschaftler:innen die Hitzewelle mindestens 150 Mal wahrscheinlicher gemacht.

280

17:42
07. Juli 2021

Waldbrände auf der Nordhalbkugel

Greenpeace-Kimaexperte Karsten Smid: "Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass der Klimawandel die Häufigkeit und/oder Schwere von Feuerausbrüchen auf der ganzen Welt erhöht."

279

10:34
07. Juli 2021
Rhein Wasserstand des Rheins bei Bonn im Hitzesommer 2018

Wie betrifft die Klimakrise mich?

Zwei interaktive Tools, gestützt unter anderem durch Daten des Deutschen Wetterdienstes, zeigen, wie sich unsere Wohnorte unter dem Eindruck der Klimakrise verändern. Das Hamburger Abendblatt präsentiert hier seinen Klimaatlas für Deutschland und schreibt dazu heute in einem Kommentar: "Es gibt kein Thema, das vor dem Wahltag wichtiger wäre als dieses."

Ein weiteres Projekt zeigt Klimaveränderungen und Risiken für Bewohner:innen nach Postleitzahlen aufgeschlüsselt. Beide Karten zeigen anschaulich, wie die globalen Klimaveränderungen uns alle ganz persönlich betreffen – und zeigen die Handlungsfelder auf, in denen Politik und Gesellschaft dringend tätig werden müssen.

278

10:36
06. Juli 2021

Historische Höchstwerte im Norden Skandinaviens

Hitzewelle in Finnland und Norwegen: Im Ort Banak in Lappland wurden gestern 34,3°C gemessen; das ist die höchste Temperatur, die jemals nördlich von 70° nördlicher Breite in Europa aufgezeichnet wurde. Die Klimaforscherin Friederike Otto twitterte vor einigen Tagen: "Jede Hitzewelle, die heute auftritt, wird durch den vom Menschen verursachten Klimawandel wahrscheinlicher und intensiver."

276

14:00
05. Juli 2021

Ignoranz als Geschäftsmodell

Die britische Greenpeace-Investigativseite "Unearthed" hat einem Lobbyisten des Ölkonzerns Exxon erstaunliche Geständnisse abgerungen: "Natürlich habe man 'aggressiv die Wissenschaft bekämpft' und 'Schattengruppen' unterstützt, die den menschengemachten Klimawandel leugneten, und man lobbyiere heimlich und heftig gegen Joe Bidens 'wahnsinnige' Klimapläne, aber das sei ja 'nicht illegal'", schreibt Der Spiegel über diese denkwürdige Begegnung. Klimakrise ist jetzt – aber die Ignoranz ist immer noch Geschäftsmodell.

274

13:17
05. Juli 2021

Brände in Sibirien

Greenpeace-Firefighter helfen in Sibirien bei der Bekämpfung der dort lodernden Feuer. In Jakutien sind die Feuer in diesem Jahr früher als sonst ausgebrochen: knapp 200 Brände, auf einer Fläche groß wie Luxemburg.

272

13:11
05. Juli 2021

"Wir müssen handeln"

Ein paar Tage alt, aber immer noch wahr und lesenswert: die "Washington Post" angesichts der Brände in Kanada mit einem Appell an die Politik, mehr im Kampf gegen die Klimakrise zu tun - viel mehr. "Die ideale Anzahl, wie oft ein 84 Jahre alter Hitzerekord in einer Woche gebrochen werden sollte, ist null, nicht drei und mehr."

270

12:59
04. Juli 2021

Waldbrände in Zypern

Eine Hitzewelle und anhaltende Trockenheit haben in Zypern zu Waldbränden geführt, mindestens vier Menschen kamen ums Leben.

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