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Weltweite Entwaldung verlangsamt - aber kein Grund zur Entwarnung!

Das Schrumpfen der globalen Waldfläche hat sich in den vergangenen fünf Jahren verlangsamt, bleibt jedoch weiter alarmierend, so das Ergebnis einer am Montag vorgestellten UN-Studie. Demnach hat sich der jährliche Netto-Waldverlust von 8,9 Millionen Hektar zwischen 1990 und 2000 auf 7,3 Millionen Hektar verringert. Die Verlangsamung bei der Entwaldung sei vor allem auf Neupflanzungen, aber auch auf eine natürliche Ausbreitung bereits existierender Wälder zurückzuführen.

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Der Netto-Verlust errechnet sich aus der Entwaldung von Flächen und dem Zuwachs von Wäldern. Greenpeace-Waldexperte Martin Kaiser kritisiert diese Berechnungsgrundlage: Das ist so, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen: Bei dieser Studie wird so getan, als könne man die Abholzung der Urwälder mit der Aufforstung von Plantagen in anderen Ländern wieder gut machen.

Darüber hinaus bemängelt Kaiser, dass die UN in der Studie keinerlei Empfehlung an die betroffenen Länder abgibt und die meisten Staaten der Entwaldung deshalb weiterhin tatenlos zusehen werden. Selbst die Vereinten Nationen bezeichnen den Schwund der letzten Urwälder als alamierend. Somit ist es skandalös, dass sich bis heute die Regierungen nicht auf einen völkerrechtlich verbindlichen Aktionsplan zum Schutz der letzten Urwälder einigen können. (Autorin: Nadine Behrens)

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