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Wann kommt das Urwaldschutzgesetz?

Zum wiederholten Male wurde die Präsentation des Urwaldschutzgesetzes auf europäischer Ebene verschoben. Schon seit Monaten verschwindet das längst überfällige Gesetz immer wieder in den Schubladen der EU-Kommission.

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Eigentlich sollte das Gesetz den Handel und Besitz von illegal geschlagenem Holz verbieten und unter Strafe stellen - statt dessen versauert es in den Untiefen bürokratischer Formalitäten.

Greenpeace übt seit Jahren Druck auf die Kommission aus. Schon zu Beginn der diesjährigen Artenvielfaltkonferenz (CBD) in Bonn forderten wir die Vorstellung des Gesetzes.

Ohne Angabe von Gründen wurde das Gesetz immer wieder von der Agenda genommen. Die Kommission erkennt offenbar die Dringlichkeit des Gesetzes nicht , meint Corinna Hölzel, Waldexpertin bei Greenpeace.

Die letzten Urwälder dieser Welt verschwinden in rasender Schnelligkeit. Millionen Tonnen illegal geschlagenes Holz gelangen regelmäßig nach Europa - und treiben damit auch die globale Klimaerwärmung voran.

Die Gefahr besteht, dass der Gesetzesvorschlag bis zu den Europawahlen verzögert wird. Genug Zeit für die Lobbyverbände, um im Hintergrund den jetzigen Vorschlag noch weiter zu verwässern.

Wichtig ist, dass Barroso öffentlichen Druck verspürt und das Gesetz nicht länger zurückhalten kann, so Hölzel. Dazu werden europaweit 100.000 Unterschriften gesammelt.

Die Unterschriften sollen Umweltkommissar Dimas und Kommissionspräsident Barroso am 3. Oktober übergeben werden. Den größten Teil hat Greenpeace schon zusammen - rund 10.000 fehlen jedoch noch.

Bitte helfen Sie mit, die fehlenden Unterschriften zu sammeln. Unterschreiben Sie für ein wirksames Urwaldschutzgesetz! Hier geht's zur Online-Petition.

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