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Picasso on Miami Beach - kreativer Protest

Ein lebendes Bild, geformt von mehr als 1200 Menschen: Auf South Beach, Miami, haben Unterstützer von Greenpeace am Sonnabend mit ihren Körpern ein Werk von Picasso nachgebildet - eine Friedenstaube vor einem Inhaftierten. Der Protest richtete sich gegen die strafrechtliche Verfolgung von Greenpeace durch die Bush-Regierung. Bedrohte Wälder, bedrohte Freiheit, so der Slogan der Greenpeace-Anhänger.

Mit einer Greenpeace-Aktion im April 2002 gegen einen illegalen Mahagoni-Schiffstransport fing es an. Zwei Aktivisten wurden damals vorübergehend festgenommen, weil sie unerlaubt an Bord des Frachters geklettert waren. Ein gutes Jahr später griff die US-Justiz den Fall noch einmal auf. Sie nahm den Protest zum Anlass, um ein uraltes Gesetz aus dem Jahre 1872 wieder zu beleben.

Der Fall macht in den USA Schlagzeilen, denn er öffnet neue Dimensionen. Zum ersten Mal sollen nicht einzelne Greenpeace-Aktivisten abgestraft werden, sondern die gesamte Organisation. Es geht um nichts Geringeres als freie Rede und das Recht auf zivilen Ungehorsam. Kritiker sehen beides bedroht, sollte Generalstaatsanwalt John Ashcroft mit seiner Attacke durchkommen.

Greenpeace fordert George W. Bush und John Ashcroft auf, gegen illegalen Urwald-Kahlschlag vorzugehen, anstatt Umwelt- und Urwaldschützer zu verfolgen. Unterstützen Sie diese Forderung und machen Sie mit bei unserer Online-Aktion.  (sit)

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internet-Seite von Greenpeace International und Greenpeace USA.

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