Auf breiten Schneisen zum Klima-Ruin

Kongo-Report: Das grüne Herz Afrikas ist bedroht

Rund ein Viertel des Treibhausgasausstoßes geht auf die Entwaldung der Tropen zurück - häufig für die Umwandlung in Weideland und Ackerflächen. Doch diese Zahl sagt noch nicht alles. Nicht enthalten sind die Emissionen, die durch die Zerstückelung der Urwälder entstehen. Die Schneisen, die in den Wald geschlagen werden, um beispielsweise Transportwege für die Holzfäller zu schaffen, sind teilweise breiter als die größten europäischen Autobahnen.

Bis 2050, schätzen Experten, wird die Zerstörung der Urwälder in der Demokratischen Republik Kongo bis zu 34,4 Milliarden Tonnen CO2 freisetzen. Das entspricht etwa dem gesamten Ausstoß Großbritanniens in den vergangenen 60 Jahren. Bis zu 40 Prozent der Urwälder im Kongo könnten dann verschwunden sein, vor allem durch den Straßenbau. Derzeit existieren allein in der DR Kongo für 15 Millionen Hektar wilde Lizenzen, die unter Missachtung des Moratoriums von 2002 vergeben wurden.

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