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Waldbrände: US-Regierung auf dem Holzweg

Nicht das Verbot des Holzeinschlags, sondern der Holzeinschlag selber könnte die Ursache für die zunehmenden verheerenden Waldbrände in den USA sein. Statistiken der Forstbehörden zeigen, dass die schlimmsten Feuer der letzten 50 Jahre unmittelbar auf die härtesten Kahlschlag-Aktivitäten folgten. Die Zahlen stehen in direktem Widerspruch zu den Bestrebungen der US-Regierung, gefährdete Waldgebiete weiter auszudünnen, um zukünftigen Bränden vorzubeugen.

Beim kommerziellen Einschlag werden vorzugsweise alte, große Bäumegefällt. Diese sind andererseits am ehesten gegen Feuer resistent,während das nachwachsende junge Holz den Flammen schnell zum Opferfällt. Ein Vergleich der Jahre 1950 und 1988 zeigt, dass in Gebieten,wo der Holzeinschlag in dieser Zeit vervierfacht wurde, sechsmal soviel Wald in Flammen aufging. Wälder in Kalifornien, die heute alsbesonders verwundbar gelten, waren in den 70er und 80er Jahrenbesonders vom Kahlschlag betroffen.

Auch Experten, die sich für das Entfernen von dünnem Unterholzaussprechen, sind deshalb der Meinung, dass der kommerzielleHolzeinschlag ein Problem darstelle. Er hinterlässt darüber hinaus sehrviel Restholz wie Späne und Stümpfe, das im Nu austrocknet und wieZunder brennt.

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