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Vorläufiger Schutz für finnischen Urwald

Der Urwald im finnischen Malahvia-Gebiet erhält eine Schonfrist von einem Jahr. Nachdem sich innerhalb nur einer Woche über 3000 Menschen an der Cyberaktion von Greenpeace beteiligt haben, verzichtet die staatliche Forstwirtschaftsfirma Metsahallitus dieses Jahr auf den Einschlag. Die Tausenden von Cyberaktivisten haben Protest-E-Mails an die drei größten Kunden von Metsahallitus gesandt, in denen sie die Firmen aufforderten, keine Holzprodukte aus Urwaldzerstörung zu kaufen. Die Unternehmen StoraEnso, UPM-Kymmene und M-Real dürften daraufhin Druck auf die finnische Regierung ausgeübt haben.

Der finnische Greenpeace Waldexperte Matti Liimatainen freut sich: Es ist großartig, dass so viele Menschen mitgemacht haben und sie am Ende auch den Erfolg sehen können. Auch Anwohner des Malahvia-Waldes hatten vom Umweltministerium und der Forstwirtschaftsfirma gefordert, den Urwald in ihrem Gebiet unangetastet zu lassen. Allerdings mussten sie mitansehen, wie jeden Tag Schneisen für zwei Transportwege immer tiefer ins Gehölz geschlagen wurden. Deswegen wurde damit gerechnet, dass der Kahlschlag jeden Augenblick hätte losgehen können.

Das Malahvia umfasst 4.000 Hektar, in denen man naturbelassene Sümpfe, Wasserläufe, Seen und Teiche findet. Dort leben seltene und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten, die auf einen Urwald angewiesen sind. Besonders für die Vogelwelt stellt es ein nicht zu ersetzendes Rückzugsgebiet dar. Das bleibt nun noch ein Jahr erhalten, allerdings hat der finnische Waldservice schon durchblicken lassen, dass er den Urwald nicht ständig betreuen wird. (mir)

Sie kennen unser Cybercenter noch nicht? Schauen Sie doch einmal vorbei! (http://act.greenpeace.org/)(noch auf Englisch)

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