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Urwaldzerstörung in Finnland geht diesen Sommer weiter

Verhandlungen über den Einschlagstopp in finnischen Urwäldern zwischen dem staatlichen Forstamt Metsähallitus und den Sami sind am letzten Freitag in Ivalo gescheitert. Die Vertreter von Metsähallitus waren nicht autorisiert fairen Verhandlungen eine Chance zu geben und brachen die Gespräche ab. Die Sami hatten den vorgelegten Vorschlag mehrheitlich als nicht tragfähig abgelehnt.

Bereits während des Treffens kündigten die Vertreter von Metsähallitus an, den Einschlag in den umstrittenen Urwäldern und Wäldern mit hohem Schutzwert wieder aufzunehmen.

Es ist völlig unakzeptabel, dass die finnische Regierung die Vogel-Strauss-Politik weiter fortsetzt und den Kopf in den Sand steckt. So kann dieser Konflikt nicht gelöst werden, kommentiert Oliver Salge, Waldexperte von Greenpeace, die Situation. Der Einschlag darf nicht wieder aufgenommen werden, um den von den Sami angebotenen fairen Verhandlungen noch eine Chance zu geben.

Von Anfang März bis Mai 2005 hatte Greenpeace eine Urwaldschutzstation im nordfinnischen Urwald errichtet, um gegen die anhaltende Urwaldvernichtung zu protestieren. Gemeinsam mit Vertretern der Sami sind während der Zeit die umstrittenen Urwälder mit Schildern gekennzeichnet worden. Dabei sind die Aktivisten über mehrerer Wochen von Holzfällern bedroht worden.

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