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Urwaldschutz auf die Oregon-Art

Wenig zimperlich haben am Mittwochvormittag Holzfäller im US-Bundesstaat Oregon einen friedlichen Greenpeace-Protest gegen das Abholzen von Urwäldern in den USA beendet. Mit Schweißbrennern holten sie zwei Aktivisten aus einem Frachtgutcontainer, in dem sich die beiden eingeschlossen und angekettet hatten. Befürchtungen, die Greenpeacer könnten dabei verletzt werden, ignorierten die Holzfäller.

Der drei Tonnen schwere Container war quer über einer Zufahrtsstraße im Urwaldgebiet abgesetzt worden, die von Holzfällern und ihren Transportfahrzeugen genutzt wird. Zusammen mit einer weiteren Aktivistin, die sich außen an den Container gekettet hatte, wurden die Greenpeacer in Polizeigewahrsam genommen und kamen erst am Nachmittag gegen Kaution wieder frei.

Das Waldstück in Oregon ist freigegeben zum Abholzen. Es steht damit exemplarisch für die US-amerikanischen Urwälder, die sich im Besitz der öffentlichen Hand befinden. Die Bush-Regierung verfolgt eine Politik der schnellen Abholzung zu kommerziellen Zwecken, ohne irgendeinen Urwaldschutz.

Diese wunderschönen alten Bäume sind ein nationaler Schatz und die Lungen des Planeten, sagte Bill Richardson, Waldexperte bei Greenpeace USA. Aber anstatt die letzten noch verbliebenen Wälder zu schützen, versucht die Bush-Regierung, sie zu zerstören.

Bis heute sind rund 70 Prozent der US-Urwälder abgeholzt worden. Greenpeace fordert deshalb ein Moratorium für die kommerzielle Holzwirtschaft in Wäldern der öffentlichen Hand und mehr Schutz- und Wiederaufforstungsanstrengungen. Schon Anfang des Monats wurde die erste Forest-Rescue-Station in den USA von Greenpeace eröffnet. Der für jedermann zugänglichen Station sollen weitere in gefährdeten US-Wäldern folgen.

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