Scorpions im Interview: And the future never dies

Die Scorpions rocken wieder für den Urwaldschutz - zum zweiten Mal direkt vor Ort in Manaus/Brasilien. Die deutsche Band ist seit ihrem Song Wind of Change in den frühen 90er Jahren weltweit bekannt. Im Interview erzählen Sänger Klaus Meine und die Gitarristen Rudolf Schenker und Matthias Jabs, warum sie sich für den Urwaldschutz engagieren und Greenpeace unterstützen.
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Greenpeace Weshalb engagieren sich die Scorpions für den Erhalt des Amazonas-Regenwaldes?

Klaus Meine: Wir engagieren uns für den Erhalt des Regenwaldes, weil wir gelernt haben, dass dieses Stück Urwald nicht nur ein wundervolles Schauspiel bietet, wenn man das Glück hat, es selbst sehen zu können, sondern dass es vielmehr zum Klima unserer Erde entscheidend beiträgt. Wir spielen im September 2008 zum zweiten Mal in Manaus, direkt im Amazonasgebiet und wir konnten uns mit eigenen Augen von der Bedrohung des Regenwaldes überzeugen.

Rudolf Schenker: Die Globalität hat in den letzten Jahren nicht nur dazu geführt, dass die Menschen auf der ganzen Welt einander näher rücken, sie macht auch Probleme von ganz anderen Erdteilen, die uns unmittelbar betreffen, viel rascher deutlich.

Matthias Jabs: Engagement für die Umwelt darf man nicht nur den anderen auflasten, man muss selbst etwas dafür tun. Wir können mit unserer Musik und mit unseren Aussagen auf der ganzen Welt Menschen auf Probleme aufmerksam machen.

Greenpeace: Welchen künstlerischen Beitrag können die Scorpions für die Grüne Lunge leisten? Spiegelt sich ihr Engagement auch im aktuellen Album beziehungsweise ihren Songtexten wieder?

Klaus Meine: Auf unserem aktuellen Album Humanity Hour I geht es in den Lyrics um unsere Welt und das Zusammenleben der Menschen, wie wir es heute erleben. In einem Song heißt es: And the future never dies. We're alive. Das ist auch unsere Hoffnung.

Greenpeace: Warum spielen die Scorpions zum zweiten Mal mitten im Dschungel? Gab es dort im vergangenen Jahr bestimmte Schlüsselerlebnisse?

Rudolf Schenker: Unser Auftritt in Manaus gehört sicher zu jenen, die uns immer im Gedächtnis bleiben werden. Die Chance zu haben, in der ursprünglichen Landschaft vor so vielen tausenden begeisterten Fans zu spielen, ist einfach großartig. Und als wir neuerlich dazu eingeladen wurden, haben wir sofort ja gesagt.

Greenpeace: Der Urwald wird zum großen Teil für Futtermittel und Rinderhaltung gerodet. Achten die Scorpions darauf, woher ihre Lebensmittel stammen?

Matthias Jabs: Obwohl es - wenn man so viel wie wir reist, wir spielen allein in diesem Jahr auf vier Erdteilen - nicht immer einfach ist, auf die Ernährung zu achten, tun wir es, so gut wir können.

Greenpeace: Weshalb unterstützen Sie Greenpeace?

Klaus Meine: Wir unterstützen Greenpeace, weil wir davon überzeugt sind, dass die Leute, die dahinter stehen, das, was sie sagen aus vollem Herzen glauben.

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