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Greenpeace Indonesien: Im Löscheinsatz gegen Brandrodung

Riau in der Provinz Sumatra, Indonesien. Ende 2007 waren schon einmal die Helfer zum Schutz der Regenwälder da, jetzt sind sie zurück gekommen. Greenpeace-Aktivisten aus Indonesien unterstützen die lokale Bevölkerung mit all ihren Kräften beim Bekämpfen von Waldbränden. Eine gefährliche aber wichtige Aufgabe: Regenwälder speichern enorme Mengen an Kohlendioxid, ihre Zerstörung heizt das Klima weiter an.

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Der Indonesische Regenwald wächst auf Torfmooren. Diese Böden speichern enorme Mengen an Kohlendioxid (CO2) - so lange sich auf ihm eine intakte Vegetation befindet. Wird diese niedergebrannt, entschwindet das CO2 in die Atmosphäre. Und genau das passiert gerade in vielen Regionen Indonesiens. Die Wälder werden zerstört für billiges Sperrholz und wetterfeste Gartenmöbel, für Papier- oder Palmölplantagen.Jetzt brennt es wieder. Allein in der Province Riau gab es in diesem Juli 2800 Brandherde. Nun beginnt die Trockenzeit, und es werden noch etliche Feuer mehr erwartet. Das Greenpeace-Team, das die Wälder zu retten versucht, besteht aus gerade einmal 15 Personen. Doch trotzdem konnten sie das Feuer in einem etwa 10 Hektar großen Waldstück unter Kontrolle bringen. Dieses Stück Land liegt nahe eines Gebietes für geplante Palmöl-Plantagen, wo kürzlich 1000 Hektar Land vernichtet wurden. Dort hat ein Palmöl-Könzern dafür gesorgt, dass die Feuer nicht gelöscht wurden.

Um die Wälder abbrennen zu können, müssen zunächst die Torfmoore trocken gelegt werden. Dafür werden ständig neue Entwässerungsgräben durch den Wald gezogen. Schon vor zwei Jahren kämpften Greenpeace-Aktivisten gegen diese Strategie des Austrocknens. Im Forest Defenders Camp wurden verschiedene Methoden ausprobiert, wie die Lebensgrundlage der Indonesier erhalten bleiben kann. Die Aktivisten zeigten Einwohnern aus der Provinz Riau damals, wie sie Waldbrände selbst löschen können und setzten zum Schutz vor Austrocknung Dämme in frisch ausgehobene Entwässerungsgräben. Björn Jettka aus dem deutschen Greenpeace-Büro war 2007 Aktivist im Camp und berichtete darüber in unserem Blog:

"Jetzt brennt es wieder. Allein in der Province Riau gab es in diesem Juli 2800 Brandherde. Nun beginnt die Trockenzeit, und es werden noch etliche Feuer mehr erwartet. Das Greenpeace-Team, das die Wälder zu retten versucht, besteht aus gerade einmal 15 Personen. Doch trotzdem konnten sie das Feuer in einem etwa 10 Hektar großen Waldstück unter Kontrolle bringen. Dieses Stück Land liegt nahe eines Gebietes für geplante Palmöl-Plantagen, wo kürzlich 1000 Hektar Land vernichtet wurden. Dort hat ein Palmöl-Könzern dafür gesorgt, dass die Feuer nicht gelöscht wurden."

Überdies war 2007 von Riaus damaligem Gouverneur Wan Abu Bakar ein Moratorium auf die Abholzung vereinbart worden. Doch der aktuelle Gouverneur, Rusli Zainal, hat verhindert, dass es Inkraft tritt. Nun müsste eigentlich Indonesiens Präsident Yudhoyono handeln und sich an sein Versprechen von Anfang 2009 erinnern, als er sich zur Halbierung der indonesischen CO2-Emissionen verpflichtete. Doch die Aussichten für eine andere Waldpolitik sind düster. Hat doch sein Forstwirtschaftsminister erst kürzlich die Umwandlung vieler Waldgebiete zu Palmöl- und Papierplantagen genehmigt.

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