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Über die Sicherheit von Ölpipelines

Der Ausbruch des Vulkans El Reventador, der die ecuadorianische Regierung veranlasst hat, den Ausnahmezustand über die Hauptstadt Quito samt Umland zu verhängen, hat eine im Bau befindliche Ölpipeline beschädigt. Nach Aussage der Ölgesellschaft OCP Ecuador konnte das Ausmaß des Schadens am Montag noch nicht festgestellt werden. Die Pipeline im Amazonas-Regenwald soll nach der Fertigstellung täglich 71,5 Millionen Liter Rohöl befördern.

Der El Reventador liegt nur rund 95 Kilometer östlich von Quito und nahe dem Kerngebiet der ecuadorianschen Ölindustrie. Der Bau einer weiteren Pipeline durch die gefährdete Region, die zu den schönsten und artenreichsten Regenwaldgebieten des Amazonas gehört, hat heftigen Protest von Umweltschützern und Bewohnern zur Folge gehabt. Greenpeace hat die Westdeutsche Landesbank (WestLB), die das jetzt vom Erdbeben betroffene OCP-Pipeline-Projekt mit einem Kredit von fast 900 Millionen Euro fördert, unlängst zur Rücknahme ihres Kredits aufgefordert.

Welche Gefahr von Ölpipelines ausgehen kann, hat sich auch bei dem schweren Erdbeben am Wochenende in Alaska gezeigt. Die gut einen Kilometer lange Pipeline, die normalerweise täglich rund 160 Millionen Liter Rohöl befördert, musste wegen Beschädigungen an einigen Halterungen für Tage stillgelegt werden. Ein Leck ist der Betreiberfirma Alyeska Pipeline Service zufolge nicht aufgetreten.

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