Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Tropenholzfrachter in Amsterdam gestellt

Mit einer Aktion im Hafen von Amsterdam haben Greenpeace-Aktivisten auf den Frachter Prominence aufmerksam gemacht, der verdächtiges Holz aus Kamerun geladen hat. Das Schiff konnte am Donnerstagabend die größte Schleuse Europas bei Ijmuiden sechs Stunden lang nicht verlassen, da sich vor den Schleusentoren 16 Greenpeacer in Kanus und Schlauchbooten postierten.

Die Hafenbehörden zeigten sich kooperativ und kündigten für Freitag eine gründliche Untersuchung an Bord des Frachters an. Greenpeace konnte daran teilnehmen. Entgegen den Absprachen zwischen Hafenbehörden, Reederei und Greenpeace fingen jedoch Hafenarbeiter vor Beendigung der Untersuchung mit dem Löschen der Ladung an. Daraufhin ketteten sich 13 Greenpeacer an die Ladeluke und den Kran. Sie beendeten diese Aktion erst, nachdem alle Seiten übereingekommen waren, zuerst die Untersuchung zu beenden. Sie blieben aber abrufbereit in der Nähe.

Bei der Inspektion fand Greenpeace Holz des Betriebes EFH. Diese kamerunische Firma handelt auch mit Holz, das ihr das Holzunternehmen COFA liefert. COFA war unlängst den Behörden in Kamerun wegen illegalen Holzeinschlags und -handels aufgefallen.

Wir sind zufrieden, dass der Zoll seine Verantwortung ernst nimmt und die Ladung des Schiffes inspiziert, freut sich Ingrid Visseren, niederländische Waldexpertin bei Greenpeace. Aber wir sind noch nicht am Ziel. Nur ein europäisches Importverbot von illegal geschlagenem Holz kann die Verwüstung der Urwälder verhindern.

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Der Weihnachtsmüffel

Oh Tannenbaum, wie stinken deine Blätter: Gewächse aus gängiger Massenbaumhaltung duften meist wenig weihnachtlich. Unsere Autorin lernte, wie Weihnachtszeit mit Tannenaroma geht.

Zehntausende stehen zusammen

Es ist die bislang größte Anti-Kohle-Demo im Rheinischen Revier: Zehntausende protestieren am Hambacher Wald für Klimaschutz – und feiern den vorläufigen Rodungsstopp.

Der Wald bleibt – vorerst

RWE darf im Hambacher Wald nicht roden, entschied das Oberverwaltungsgericht Münster in einem Eilbeschluss. Bis zur endgültigen Entscheidung könnte es Jahre dauern.