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Tödliche Folgen des Palmölbooms

Ein Viertel der indonesischen Plantagen liegt auf den Torfböden ehemaliger Moorwälder. Diese waren auch die Heimat der Orang-Utans. Mit der Zerstörung der Urwälder bringen die Palmölgesellschaften diese sanften Menschenaffen zum Aussterben. Sie werden zunehmend vertrieben, erschlagen oder mit ihrem Lebensraum abgefackelt. Auf Borneo gibt es nur noch zwischen 45.000 und 69.000 Orang-Utans in freier Wildbahn. Auf Sumatra sind es 7.300 Tiere.

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Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) stuft die Orang-Utans auf Borneo als "stark gefährdet" und die Orang-Utans auf Sumatra als "vom Aussterben bedroht" ein. 2008 verglich Greenpeace zwei Karten: Eine Verbreitungskarte der Orang-Utan-Habitate auf Borneo und eine Karte mit den Konzessionen von Sinar Mas. Die Untersuchung zeigte, dass Orang-Utan-Habitate und Sinar-Mas-Konzessionen nicht nur überlappen, sondern dass der Lebensraum der Orang-Utans auch bereits zerstört wurde.

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