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Staatsanwalt nimmt Holzmulti ins Visier

Greenpeace Schweiz hat am Mittwoch auf einer Pressekonferenz einen weiteren Bericht zur Danzer-Gruppe und deren Tochterfirma Interholco vorgelegt. Er zeigt, dass die liberianischen Handelspartner des Holzmultis mit Sitz im schweizerischen Baar in höchst fragwürdige Aktivitäten involviert waren. Zudem wurde bekannt, dass die Bundesanwaltschaft der Schweiz nach einer Anzeige von Greenpeace eine Untersuchung gegen Interholco eingeleitet hat.

Interholco unterhielt noch dieses Jahr Beziehungen zu Gus Kouwenhoven, dem eine zentrale Rolle im Waffenschmuggel in Liberia zugeschrieben wird. Vom UN-Sicherheitsrat wurde er deswegen mit einem Reisebann belegt. Noch vor wenigen Monaten hatte Danzer verneint, mit Firmen zusammenzuarbeiten, die in Waffenschmuggel verwickelt sind. Ausserdem sind Dokumente aufgetaucht, die den Verdacht bestärken, dass Angestellte von Danzer bei der Fälschung von amtlichen Urkunden beteiligt waren. Dafür interessiert sich nun auch der Staatsanwalt.

Ende Juni veröffentlichte Greenpeace den ersten Report, der die Schmiergeldpraktiken der afrikanischen Danzer-Firmen beschreibt. Gina Sanchez von Greenpeace International forderte am Mittwoch, dass weltweit und auch in der Schweiz wirksame Maßnahmen gegen den Import von Holz aus dubioser Quelle ergriffen werden und dass alle Holzhändler und Holzverarbeiter nur noch Holz aus legaler und vom Forest Stewardship Council (FSC) zertifizierter Quelle verwenden. (mir)

Weitere Informationen zu Danzer finden Sie hier.

 

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