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Sonnit: Pop goes Urwaldschutz

Es geht in der Popmusik viel zu selten um Inhalte, sagt Alexander Struck, Sänger der Braunschweiger Band Sonnit. Wir wollten uns über unsere Musik hinaus engagieren; etwas tun, das Sinn macht und zum nachdenken anregt. So entstand eine Kooperation mit Greenpeace, aus der jetzt das Video zur neuen Single Get your mind free hervorgegangen ist. Es zeigt Ausschnitte des aktuellen Greenpeace-Spots zur Urwaldzerstörung, verbunden mit Bandperformance von Sonnit.

Wenn es so weiter geht, sind die letzten großen Urwälder innerhalb einer Generation weg, ihre Bewohner ausgerottet, beschreibt Struck den Zustand der Urwälder. Get your mind free fordert dazu auf, klar zu sehen, was wirklich in der Welt abgeht. Wenn jeder einzelne etwas zum Schutz der Urwälder beiträgt, sind wir schon einen Schritt weiter.

Bereits im Juni hatten Sonnit Greenpeace bei der Besetzung des Ladekrans der Holzhandelsfirma Offermann unterstützt, um gegen den Handel mit Holz aus den letzten Urwäldern Afrikas zu protestieren. Wir waren eher Beobachter als Aktivisten, räumt Struck ein. Bevor du dich an einen Kran kettest, brauchst du eine ausführliche Einweisung. 38 Stunden war die Band am Ende für die Aktion auf den Beinen.

Sonnit werden auch weiterhin als Urwaldbotschafter auf der Bühne und in Interviews auf die Zerstörung der Urwälder hinweisen. Lokale Greenpeace-Gruppen erhalten schon jetzt bei jedem Sonnit-Auftritt die Möglichkeit, mit Info-Ständen auf die Misere der Wälder hinzuweisen.

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