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Soja-Wüterich unter Arrest gestellt

Die brasilianische Polizei hat am letzten Freitag den Großgrundbesitzer José Donizetti Pires de Oliveira in Santarem verhaftet. Ihm wird der illegale Kahlschlag von 1.645 Hektar Regenwald zur Last gelegt. Daneben wird ihm auch vorgeworfen, die Arbeit der brasilianischen Umweltbehörde IBAMA behindert zu haben.

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Gegen Donizetti, den Präsidenten der landwirtschaftlichen Produktionsgemeinschaft in Santarém, ist bereits ein Verfahren in die Wege geleitet worden. Der Schutz von Zeugen ist ausschlaggebender Grund für die Verhaftung Donizettis. Die Staatsanwaltschaft hat ihn als krankhaften Umwelt-Kriminellen bezeichnet.

Greenpeace-Aktivisten bekamen die unbeherrschte Brutalität des Mannes bereits aus nächster Nähe zu spüren. Bei einer friedlichen Protestaktion am 6.März breiteten sie auf der von Donizetti kahl geschlagenen Fläche ein Banner mit der Aufschrift 100% Crime aus. Mit einem Messer in der Hand ging Donizetti auf die Aktivisten los und zerstörte wutentbrannt das Plakat.

Bereits zweimal wurde Donizetti von der IBAMA zu Strafzahlungen verurteilt. Trotzdem ist er weiter seinen illegalen Machenschaften nachgegangen. Soja-Bauern und Holzfäller haben sogar illegal eine Straße gebaut, die die Region um Santarem mit der Bundesstraße Transamazonica verbindet. In Santarem weicht dichter brasilianischer Urwald zusehends illegalen wirtschaftlichen Interessen.

Das Durchgreifen der Regierungsbehörden in diesem Fall sollte als Präzedenzfall für andere Umweltverbrechen dienen, die im Amazonasgebiet durchgeführt werden, sagt Tatiana de Carvalho von Greenpeace Brasilien. Jedem, der den Regenwald zerstört und ansässige Gemeinden bedroht, muss der Prozess gemacht werden.

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