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Greenpeace startet Protestmarsch gegen Urwaldzerstörung von Marburg bis Berlin

Rudi Rentier platzt der Kragen

Greenpeace-Urwaldschützer sind am Dienstag zu einem Protestmarsch von Marburg nach Berlin aufgebrochen. Die Tour steht unter dem Motto Rettet Rudi Rentier. Sie richtet sich gegen die Zerstörung der letzten europäischen Urwälder in Finnland. Dort vernichtet der Kahlschlag auch die Winterweiden der Rentiere und damit eine der wichtigsten Lebensgrundlagen der Sami, der finnischen Ureinwohner.

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Die ehrenamtlichen Aktivisten haben sich als Rentiere verkleidet. Sie werden zu Fuß einen nachgebauten Rentierschlitten rund 500 Kilometer weit durch Hessen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg ziehen. Der Schlitten dient als Weihnachtsschutzstation und mobiles Postamt. Wo immer die Rentiere Halt machen, können Besucher sich vom finnischen Weihnachtsmann den Schutz der Urwälder wünschen. Dafür erhalten sie kostenlos die farbige, eigens entworfene Weihnachtsbriefmarke Rettet Rudi Rentier.

Der Marsch endet am 19. Dezember beim finnischen Botschafter in Berlin. Er darf sich schon auf einen Packen Protestbriefe und Wunschzettel freuen. Die Urwälder sterben, den Rentieren fehlt der Weidegrund, der Weihnachtsmann bleibt mit seinem Schlitten auf der Strecke und Weihnachten fällt aus, so Sarah Heithausen, Sprecherin der Tour vor Ort in Marburg. Es reicht. Wir wollen, dass die Finnen ihre letzten Urwälder nicht weiter abholzen und dass sie fair mit den Sami umgehen.

Einige Sami aus dem Gebiet Nellim am Inarisee haben sich an das UN-Komitee für Menschenrechte gewandt, um das Werk der Vernichtung in ihrem traditionellen Lebensraum zu stoppen. Das Komitee hat daraufhin die finnische Regierung aufgefordert, die Einschläge zu beenden. In anderen Urwaldgebieten aber setzt der staatseigene Forstbetrieb Metsähallitus die Zerstörung unbeirrt fort.

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