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Rudi Rentier auf dem Brocken

Der Greenpeace-Protestmarsch zum Schutz der finnischen Urwälder hat am Donnerstag den höchsten Berg Norddeutschlands erreicht - den Brocken. Unter dem Motto Rettet Rudi Rentier sind die Umweltschützer vor zehn Tagen mit einem nachgebauten Rentierschlitten in Marburg gestartet und haben seitdem rund 230 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Am 19. Dezember wollen sie in Berlin eintreffen und dem finnischen Botschafter Protestbriefe überreichen.

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Ich war selbst im finnischen Urwald, in einem Gebiet, in dem derzeit wieder eingeschlagen wird, erzählt Achim Gresser, Aktivist der Greenpeace-Rentour. Die finnische Regierung lässt dort die Lebensgrundlage der Sami abholzen. Das muss endlich aufhören. Der Kahlschlag in finnischen Urwäldern vernichtet auch die Winterweiden der Rentiere und damit eine der wichtigsten Lebensgrundlagen der Sami, der finnischen Ureinwohner.

Auf dem Brocken bauen die als Rentiere verkleideten Aktivisten in 1141 Metern Höhe eine Urwaldschutzstation auf. Mit dabei haben sie ein mobiles Urwaldpostamt, bei dem die kostenlose Weihnachtsbriefmarke Rettet Rudi Rentier erhältlich ist. Außerdem können sich Besucher per Wunschzettel vom finnischen Weihnachtsmann den Schutz der Urwälder wünschen.

In Finnland gibt es noch rund eine Million Hektar Urwald. Davon sind nur die Hälfte geschützt. Für die übrigen knapp 500.000 Hektar fordert Greenpeace ebenfalls einen Einschlagstopp. Besonders in Nordlappland im Gebiet des Inari-Sees schlägt die finnische Regierung derzeit wieder im Urwald ein.

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