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Rentiere vor Finnischem Honorarkonsulat

Nach acht Tagen Fußmarsch haben am Mittwoch als Rentiere verkleidete Greenpeace-Aktivisten ihr Ziel - das Finnische Honorarkonsulat in Frankfurt am Main - erreicht. Die Rentour führte die Greenpeacer aus Marburg und Frankfurt quer durch Hessen. Die Greenpeacer protestieren gegen die anhaltende Zerstörung der Finnischen Urwälder und fordern ein europäisches Netzwerk von Urwaldschutzgebieten.

Unter dem Motto Rettet Rudi Rentier startete der 160 Kilometer lange Protestlauf am 8. Dezember am Nationalpark Kellerwald-Edersee. Die Aktivisten zogen einen 200 Kilogramm schweren Rentierschlitten, der mit 474 Kellerwaldzwergen beladenen war. In Frankfurt angekommen, übergaben sie dem Konsul der Finnischen Regierung Herrn Dr. Riesenkampff das Goldene Rentierbuch. Zur Übergabe der Unterschriften-Petition hatten die Greenpeacer die 474 hölzernen Kellerwaldzwerge vor dem Honorarkonsulat aufgestellt.

Die Urwaldzerstörung geht in Finnlands Norden einfach weiter, so Julian Jaedicke, Sprecher der Rentour. Wir fordern die Finnische Regierung auf, die aktuellen Einschläge in den für die Sami wichtigen Urwäldern sofort einzustellen. Damit würde die Regierung auch die jüngst von den Vereinten Nationen festgestellte Menschenrechtsverletzung der Sami beenden. Die Sami sind das einzig indigene Volk Europas. Sie haben ihre eigene Sprache, Kultur und eine traditionelle Lebensweise, für die die finnischen Urwälder überlebenswichtig sind.

Wer mehr über die Sami wissen möchte, findet weitere Informationen in unserem Artikel "Sami, Rentierhaltung und Abholzung".

Mit der Internetseite www.clearcut.fi (http://www.clearcut.fi/) hatGreenpeace erstmalig Informationen über Urwälder in Sami-Sprache(Nord-Sami) im Internet zur Verfügung gestellt. (auch in englischerSprache)

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