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Rainbow Warrior in Spanien festgehalten

Greenpeace hat die spanische Regierung am Donnerstag aufgefordert das Flaggschiff der Organisation, die Rainbow Warrior, freizugeben. Das Schiff wird seit einer friedlichen Aktion gegen Urwaldzerstörung am 13. Juni in Valencia festgehalten. Madrid fordert eine Kaution von 300.000 Euro. Dem Kapitän Joel Stewart und vier weiteren Aktivisten wurden Bußgelder von insgesamt 630 Euro auferlegt.

Uta Bellion, Koordinatorin der Greenpeace-Urwaldkampagne, nannte die Forderung ungerecht und absurd. Es scheint, als wolle die spanische Regierung auf diesem Weg die Proteste gegen den Import von Holz aus Urwaldzerstörung stoppen, erklärte sie. Stewart ergänzte: Repressionen wie diese haben wir seit der französischen Reaktion auf die Greenpeace-Proteste gegen Atombombentests auf Moruroa nicht mehr erlebt. Die spanische Regierung sollte sich lieber auf die wahren Kriminellen konzentrieren, die die letzten Urwälder der Erde zerstören, anstatt das demokratische Recht auf friedlichen Protest in Frage zu stellen.

Die Abholzung der letzten Urwälder beraubt die dort lebenden Menschen ihrer ökonomischen und kulturellen Lebensgrundlagen. Greenpeace kämpft darum für eine nachhaltige und sozial verantwortbare Bewirtschaftung der Wälder und für gänzlich vor dem Einschlag geschützte Regionen. Schutzgebiete sind unerlässlich für den Erhalt der Artenvielfalt. Zersiedelung durch Straßenbau und industrielle Ausnutzung sind in ihnen verboten. Die traditionellen Landrechte der indigenen Völker werden respektiert.

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