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Protest gegen Soja-Importe im Hafen von Amsterdam

Gegen den Import von Sojabohnen aus dem Amazonasgebiet hat Greenpeace am Freitag im Amsterdamer Hafen protestiert. Das von dem Sojafrachter W-One der Firma Cargill transportierte Tierfutter stammt aus dem bedrohten Regenwald im Amazonasgebiet. Die Soja wächst dort auf riesigen, illegal brandgerodeten Flächen. 1,2 Millionen Hektar ehemaliger Regenwald sind bereits von Sojapflanzen eingenommen.

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Elf Greenpeace-Aktivisten in fünf Schlauchbooten begrüßten den brasilianischen Frachter schon vor dem Hafen und begleiteten bis zum Anlegen. Cargill versuchte zunächst den Eindruck zu erwecken, dass die Soja gar nicht aus dem Regenwald stammt. Nach Greenpeace-Recherchen besteht daran aber kein Zweifel.

Deutschland ist einer der wichtigsten Abnehmer brasilianischer Soja. Ein Großteil der Importe wird über Holland abgewickelt. In Amsterdam werden die Sojabohnen bei Cargill geschrotet und dann als Sojaschrot per Binnenschiff nach Deutschland gebracht. Deutschland importiert jährlich über drei Millionen Tonnen Soja aus Brasilien. Insgesamt liegen die Soja-Importe bei knapp sieben Millionen Tonnen pro Jahr.

Cargill zerstört den Urwald, damit wir Europäer billiges Fleisch essen können, sagt Oliver Salge, Waldexperte von Greenpeace. Urwälder werden abgefackelt, Menschen vertrieben, Farmer bauen Soja an und Cargill kauft es auf. Wir fordern deutsche Tierfutter-Werke auf, keine Soja aus dem Amazonas-Regenwald mehr zu verarbeiten.

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