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Portugal: Türen aus illegalem Urwaldholz

Zehn Aktivisten von Greenpeace und der portugiesischen Umweltschutzorganisation Quercus haben am Dienstagmorgen vor dem Werkstor des portugiesischen Türenherstellers Vicaima protestiert. Schluss mit illegalem Holz, kauft FSC, lautete die Forderung auf dem Banner über dem Tor. Die nahe Porto gelegene Firma verarbeitet Holz aus illegalem und zerstörerischem Einschlag in Urwäldern.

Wenig zimperlich benahmen sich die Direktoren der Firma. Einer von ihnen schlug einen Kameramann vom Fernsehen, ein weiterer zerbrach die Brille eines Quercus-Aktivisten. Doch festgenommen wurden bislang nur neun der friedlichen Umweltschützer: wegen unerlaubten Betretens des Firmengeländes.

Vicaima ist einer der größten Holzverarbeiter in Portugal und gehört zu den großen Türenherstellern Europas. Auch in Deutschland werden die Produkte verkauft. Greenpeace und Quercus fordern Vicaima auf, kein Holz aus Urwaldzerstörung mehr zu kaufen und stattdessen auf das FSC-Siegel zu achten.

Firmen wie Vicaima müssen sich umstellen. Es gibt keine Entschuldigung dafür, weiter Holz aus illegalem und zerstörerischem Einschlag in den letzten Urwäldern der Erde zu kaufen, sagt Andy Tait von Greenpeace Großbritannien.

Luis Galrao von Quercus ergänzt: Nicht nur die portugiesische Regierung muss handeln, auch die Holzfirmen in Portugal müssen etwas gegen den Handel mit illegal eingeschlagenem Holz tun. Das können sie, indem sie FSC-zertifiziertes Holz kaufen. Für Vicaima wäre es eine gute Möglichkeit, seinem Firmenmotto Türen fürs Leben gerecht zu werden. (us)

Hier finden Sie Informationen zum Forest Stewardship Council (FSC)

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