Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Portugal: Protest gegen illegales Holz

Aktivisten von Greenpeace und der portugiesischen Umweltschutzorganisation Quercus haben am Dienstag gegen den mit Holz aus dem Amazonasgebiet beladenen Frachter Skyman protestiert. Der Frachter wollte in den Hafen von Leixoes nahe Porto einfahren, als Kletterer sich von der Brücke am Hafeneingang abseilten und Banner hielten: Portugal, Schluss mit illegalem Holz!

Der Frachter war mit Holz von Firmen beladen, die in illegale und zerstörerische Abholzung im Amazonasgebiet involviert sind. Mit diesem Protest wollen die Umweltschutzorganisationen auf die Rolle Portugals als Tor für das illegal eingeschlagene Holz aus Brasilien aufmerksam machen.

Marcelo Marquesini, Amazonas-Experte bei Greenpeace, sagt: der Handel mit illegal und zerstörerisch eingeschlagenem Holz aus dem Amazonasgebiet geht einher mit Korruption, dem Diebstahl öffentlichen Bodens, Gewalt gegen Gemeinden und in manchen Fällen Mord. Solange es das Problem des illegalen Holzes nicht löst, macht Portugal sich mitschuldig an diesen Verbrechen.

Greenpeace fordert von der neuen portugiesischen Regierung, eine klare Stellung für den Aktionsplan der EU gegen den Handel mit illegalem Holz zu beziehen. Portugal soll die neue europäische Gesetzgebung unterstützen, die die Einfuhr illegal geschlagenen Holzes verbietet. Sechs Aktivisten wurden von der portugiesischen Polizei vorübergehend festgenommen. (us)

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Schlimme Waldschäden

Der aktuelle Waldzustandsbericht zeigt: Die Wälder in Deutschland sind massiv geschädigt. Die Ergebnisse gehören zu den schlechtesten seit Beginn der Erhebungen 1984.

UNGENÜGEND.

Bis Ende Dezember hat Deutschland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union, dann übernimmt Portugal. Wir schauen zurück auf sechs Monate Amtszeit.

Furchtbares Zusammenspiel

Vor Covid-19 haben Regierungen Warnungen der Wissenschaft überhört: Mit der Naturzerstörung wachsen Pandemie-Risiken. Jetzt müssen wir endlich langfristig denken.