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Ein Kommentar von Stefan Krug

Nächste CBD in Deutschland?

Staatssekretär Matthias Machnig vom Bundesumweltministerium will die nächste Artenvielfaltkonferenz (CBD) 2008 in Deutschland ausrichten. Das Angebot erfolgte offiziell am Mittwoch in Curitiba, Brasilien. Machnig nannte die illegale Waldzerstörung eine Top Priorität für Arten- und Klimaschutz und forderte ein klares Signal für neue Finanzierungsinstrumente zum Schutz der Artenvielfalt. Hier ein Kommentar von Greenpeace-Sprecher Stefan Krug.

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Machnigs Ruf nach neuen Geldquellen klingt gut. Aber bei den konkreten CBD-Verhandlungen sind Signale für mehr Geld außer in Worthülsen bisher schlicht nicht vorhanden. Es ist vollkommen ungeklärt, wie Schutzgebiete in Urwäldern und Meeren jemals finanziert werden sollen.

Auch Deutschland macht bisher keine Anstalten, mehr Geld für den Schutz der Artenvielfalt zur Verfügung zu stellen. Im Gegenteil: In Deutschland selbst liegt ein fertiges Urwaldschutzgesetz auf Eis. Dieses würde helfen, den Handel und den Besitz mit Holz aus illegaler Abholzung zu unterbinden.

Es ist erfreulich, dass die Bundesrepublik die nächste CBD-Konferenz 2008 ausrichten will. Aber alle zwei Sekunden wird Urwald von der Größe eines Fußballfeldes abgeholzt. Deutschland und die EU dürfen deshalb nicht bis 2008 warten, sondern müssen bei den bisher sehr enttäuschenden CBD-Verhandlungen hier in Curitiba endlich die Initiative ergreifen. Wälder und Meere haben nicht so viel Zeit für teure Verhandlungen wie die Politiker.

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