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Indonesien entzieht Einschlaglizenzen

Das indonesische Forstwirtschaftsministerium hat am Mittwoch 126 Einschlaglizenzen für staatseigene Holzgesellschaften aufgekündigt. Betroffen sind fast neunzigtausend Quadratkilometer Urwald - eine Fläche rund dreimal so groß wie Belgien. Gleichzeitig kündigte die indonesische Regierung strengere Gesetze gegen den illegalen Holzeinschlag an.

Zur Begründung der Kündigungen gab der Generaldirektor für forstwirtschaftliche Entwicklung an, die Firmen hätten sich nicht an Wiederaufforstungsvorschriften gehalten, sondern immer weiter abgeholzt. Zudem wurde vielen privaten Unternehmen die Lizenz entzogen, weil sie nicht genug für die Wiederaufforstung getan haben.

Die indonesischen Urwälder sind bereits so schwer geschädigt, dass Umweltschützer ein völliges Verschwinden des Tropenwaldes bis 2005 befürchten. Das Land beklagt einen jährlichen Verlust von 600 Millionen US-Dollar durch illegalen Einschlag. Das sei das Vierfache des jährlichen Budgets für den Forstwirtschaftssektor, erklärte am Dienstag Forstminister Muhammad Prakosa in einer öffentlichen Stellungnahme. Neben der Ankündigung eigener Maßnahmen forderte Djakarta darum in der vergangenen Woche andere Nationen auf, ihre Einfuhrkontrollen für illegal geschlagenes Holz zu verschärfen.

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