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Indigene Gemeinden schützen Urwälder besser

Wenn es um effektiven Urwaldschutz und nachhaltige Forstwirtschaft geht, haben indigene Gemeinden die Nase weit vorn. Das geht aus einer Studie der Umweltgruppe Forest Trends hervor. Das Ergebnis wurde am Montag zu Beginn der UN-Konferenz zum Internationalen Tropenholzabkommen in Genf bekannt gegeben. Urwaldschutzorganisationen forderten die Delegierten auf, den indigenen Gemeinden mehr Landrechte zu geben.

Greenpeace-Urwaldexperte Thomas Henningsen unterstützt diese Forderung: Neben der Schaffung von Schutzgebieten besteht eine der Lösungen des Problems darin, die Verantwortung nicht den Regierungen und Konzernen zu überlassen, sondern sie in die Hände der indigenen Gemeinden zu legen.

Rund 22 Prozent der Urwaldgebiete in Entwicklungsländern befinden sich im Besitz oder unter Verwaltung lokaler indigener Gemeinden. Viele dieser oft armen Gemeinden geben im Verhältnis wesentlich mehr für Urwaldschutz und nachhaltiges Forstmanagement aus als ihre Regierungen. Jährlich investieren sie dafür insgesamt 1,2 bis 2,6 Milliarden US-Dollar. Das ist mehr als das Doppelte dessen, was die Industriestaaten als Entwicklungshilfe für den Urwald geben.

Das Internationale Tropenholzabkommen von 1983 regelt die nachhaltige und umweltfreundliche Bewirtschaftung von Urwäldern, darunter wertvollen Hölzern wie Mahagoni. Auf der Konferenz in Genf soll der Vertrag zum zweiten Mal seit 1983 überarbeitet werden. Notwendig ist es: Der offizielle Handel mit Urwaldholz ist zwar seit 1990 von 13 auf 8 Milliarden US-Dollar gefallen, doch die Entwaldung geht in ungeahntem Maß weiter. Derzeit liegt sie bei 12 bis 15 Millionen Hektar im Jahr, überwiegend verursacht durch illegalen Raubbau. (sit)

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