Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Illegale Transportroute für Tropenholz gesperrt

Eine illegale Sraße führt durch die unter Naturschutz stehenden Wälder von Altamira in Brasilien. Sie wird von Holzfällern zum Abtransport illegal geschlagener Bäume benutzt. Auf dieser 135 Kilometer langen Straße gibt es jetzt kein Durchkommen mehr: Greenpeace-Aktivisten haben ein Tor aufgebaut, dessen Schlüssel sie der brasilianischen Umweltschutzbehörde IBAMA übergeben haben.

Das ist eines von zahlreichen Beispielen dafür, was in den Wäldern am Amazonas passiert. Dies ist ein Schutzgebiet von über 712.000 Hektar, das nur auf dem Papier existiert, sagt Nilo D´Avila, Waldexperte bei Greenpeace. Er betont, dass keine ausreichenden finanziellen Mittel und zu wenig Überwachungspersonal zur Verfügung gestellt werden, um den Schutz der Wälder sicherzustellen.

Im März veröffentlichte die brasilianische Regierung einen Plan, der mehr Schutzgebiete und deren verstärkte Kontrolle vorsieht. Greenpeace fordert, dass die Regierung Brasiliens die Durchführung dieser Maßnahmen sicherstellt und die Umweltschutzbehörden stärkt.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Schlimme Waldschäden

Der aktuelle Waldzustandsbericht zeigt: Die Wälder in Deutschland sind massiv geschädigt. Die Ergebnisse gehören zu den schlechtesten seit Beginn der Erhebungen 1984.

UNGENÜGEND.

Bis Ende Dezember hat Deutschland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union, dann übernimmt Portugal. Wir schauen zurück auf sechs Monate Amtszeit.

Furchtbares Zusammenspiel

Vor Covid-19 haben Regierungen Warnungen der Wissenschaft überhört: Mit der Naturzerstörung wachsen Pandemie-Risiken. Jetzt müssen wir endlich langfristig denken.