Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Greenpeacer feiern mit Deni-Indianern

Am Donnerstag ist eine Gruppe von zwölf Greenpeace-Mitarbeiter und Freiwillige aus verschiedenen Ländern in Xeruá mitten im brasilianischen Amazonas-Regenwald angekommen. Dort bereiten sie zusammen mit einheimischen Deni-Indianern ein großes Fest vor: Gefeiert wird das Ende der Grenzmarkierung um das Deni-Gebiet.

Die Teilnehmer der Expedition sind bereits vor zwei Jahren in den entlegenen Teil des Regenwaldes zwischen den Flüssen Purus und Jurua gefahren. Damals begannen Greenpeace-Aktivisten gemeinsam mit den dort lebenden rund 670 Deni-Indianern das Markierungsprojekt: Die Grenzen müssen sowohl aus der Luft als auch vom Wasser und Land aus klar erkennbar sein, damit das Deni-Land nicht illegal verkauft und abgeholzt werden kann.

Bereits kurz nach Beginn der Aktion erkannte die brasilianische Regierung die Deni-Gebietsgrenzen offiziell an und übernahm es, die Demarkation zu beenden. Martin Frimmel, Teilnehmer der damaligen und heutigen Expedition, wertet das Ende der Markierung als einen Erfolg.

Trotz der langen Reise - zwölf Tage sind die Aktivisten bereits auf dem Schiff "Suràra" unterwegs gewesen - ist die Begeisterung groß. Das Schiff wurde ein Großteil der Strecke von Delfinen begleitet, Krokodile, Fische, aber auch Schildkröten und Vögel konnten ausgiebig vom Schiff aus beobachtet werden. Aber auch das Greenpeace-Schiff wurde zur Attraktion. Frimmel berichtet: Überall liefen Kinder zusammen und bestaunten das Schiff.

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Zehntausende stehen zusammen

Es ist die bislang größte Anti-Kohle-Demo im Rheinischen Revier: Zehntausende protestieren am Hambacher Wald für Klimaschutz – und feiern den vorläufigen Rodungsstopp.

Der Wald bleibt – vorerst

RWE darf im Hambacher Wald nicht roden, entschied das Oberverwaltungsgericht Münster in einem Eilbeschluss. Bis zur endgültigen Entscheidung könnte es Jahre dauern.

Gradwanderungen

Die Erderhitzung lässt sich bei 1,5 Grad stoppen, doch auch das wird die Welt verändern, so der Weltklimarat. Über dessen neuen Bericht spricht Greenpeace-Experte Christoph Thies.