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Greenpeace bringt Waldzerstörer vor Gericht

Greenpeace hat am Freitag offiziell Klage gegen das indonesische Unternehmen PT Kayu Lapis Indonesia eingereicht. PT KLI wird vorgeworfen, illegal im Wald von Papua Holz zu schlagen. Seit Wochen hatten Aktivisten gegen das Vorgehen der Firma protestiert. Greenpeace hat die gesammelten Beweise bereits beim Gericht hinterlegt und fordert die Polizei jetzt zu einer gründlichen Untersuchung des Falls auf.

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Bereits im April 2006 hatte Greenpeace die Beweise in einem Bericht veröffentlicht. Trotzdem ergab die Untersuchung des Forstwirtschaftsministeriums, dass keine ernsthafte Verletzung der Bestimmungen vorliege und machte seither keine Anstalten, das Treiben von PT KLI zu beenden.

Daraufhin hatte Greenpeace beschlossen, das Gericht entscheiden zu lassen. Wir haben Beweise dafür, dass PT KLI, um an seine Rohstoffe zu gelangen, illegal Wald in Papua schlagen lässt. Die Holzlieferanten stammen aus den eigenen Reihen des Unternehmens. Sie betreiben an unterschiedlichen Stellen verbotenen Holzeinschlag, sagt Hapsoro, Waldexperte bei Greenpeace Asien. In unserer Vorlage für das Gericht weisen wir auf den Umstand hin, dass das für die gesetzwidrigen Abholzungen verantwortliche Unternehmen PT Intimpura Timber Co ein Tochterunternehmen von PT KLI ist.

Die Abholzung des Waldes in Indonesien ist mit die höchste weltweit. Über zwei Millionen Hektar wurden seit dem Jahr 2000 jährlich zerstört. Insgesamt hat Indonesien bereits 40 Prozent seiner Wälder verloren. Nur 28 Prozent der Wälder sind noch intakt. Verantwortlich für diese Schäden ist hauptsächlich industrieller Holzeinschlag. In vielen Fällen findet er ohne Genehmigung statt.

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