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Friedensnobelpreis für Wangari Maathai

Der Friedensnobelpreis 2004 geht an die Kenianerin Wangari Maathai. Die Umweltaktivistin und Menschenrechtlerin gehört seit vielen Jahren zu den prominentesten Frauen Afrikas. 1977 gründete sie die Umweltbewegung Grüner Gürtel (Green Belt Movement) - ein Projekt gegen den Kahlschlag. Mittlerweile wurden im Rahmen dieses Projektes weit über Kenia hinaus rund 30 Millionen Bäume gepflanzt.

In einem Interview mit dem Greenpeace Magazin Ende 2002 begründete die heute 64-Jährige ihre Initiative: Bäume verhindern Erosion, erhalten die Artenvielfalt, garantieren Schatten, sind notwendig als Trinkwasserspeicher, liefern Brennholz und schaffen Einkommensquellen. In armen Ländern sind Wälder noch bedeutender als in reichen. Wir in Afrika sind auf sie angewiesen, ohne Wälder können wir nicht existieren.

Die promovierte Biologin legte sich mit dem kenianischen Regime unter Daniel arap Moi an, prangerte Korruption an, setzte sich für Demokratie und Bürgerrechte ein. Während sie im eigenen Land geschmäht, verfolgt und mehrmals inhaftiert wurde, genoss sie im Ausland hohes Ansehen. 1984 wurde sie mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

Die Wende in ihrem Leben kam mit dem Regierungswechsel im Dezember 2002. Maathai wurde ins Parlament gewählt und zur stellvertretenden Umweltministerin ernannt. Im April 2004 nahm sie den Petra-Kelly-Preis der Heinrich-Böll-Stiftung entgegen. Wangari Maathai ist die erste Afrikanerin, deren Engagement mit dem Friedensnobelpreis geehrt wird. (sit)

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