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Finnischer Papierhersteller unter Druck

Greenpeace-Aktivisten und Sami, die Ureinwohner Finnlands, haben am Dienstag Finnlands größten Papierproduzenten Stora Enso aufgefordert, die letzten Urwälder und Rentierwälder in Lappland künftig zu schützen. Sie besuchten in Helsinki das Jahrestreffen der Aktionäre. Dort legten sie einen neuen Bericht vor, wie Stora Enso die Rentierwälder zu Zellstoff verarbeitet. Zugleich riefen sie die Aktionäre auf, einen Beschluss zum Schutze der Sami und der Urwälder zu fassen.

Der Beschluss wurde von Pauliina Feodoroff und Janne Saijets präsentiert, beide Sami aus Inari. Die Rentierzucht ist die Grundlage der traditionellen Sami-Kultur, sagt Janne Saijets. Der finnische Staat hat die Rechte der Sami jahrzehntelang ignoriert, indem er der Abholzung den Vorrang vor der Rentierzucht gegeben hat. Unsere Rentierwälder wurden für die Produktion von Zellstoff zerstört. Nun ist es genug!

Im Aktionärsbeschlussantrag wird Stora Enso aufgefordert, dass das von Metsähallitus erworbene Holz nicht aus Einschlag in den letzten Urwäldern und Rentierwäldern in Nordfinnland stammen soll. Stora Enso ist der größte Einzelabnehmer des finnischen Staatsforstbetriebs Metsähallitus. 40 Prozent der jährlichen Fördermenge an Holz wird von Stora Enso aufgekauft. Die Firma ist an den Börsen in Helsinki, Stockholm und New York notiert.

Xerox verzichtet künftig auf Fasern aus Rentierwäldern

Die US-amerikanische Firma Xerox teilte Greenpeace unlängst mit, dass ihr Kopierpapier auf Forderung von Xerox an Stora Enso keine Fasern aus den Rentierwäldern mehr enthalte. Xerox ist ein wichtiger internationaler Kunde von Stora Enso.

In einem Brief vom 11. März schreibt Jack Azar, Vizepräsident für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit bei Xerox: Früher wurden in der [Stora Enso] Berghuizer-Fabrik kleine Mengen Zellstoff mit Fasern aus dem nördlichen Lappland zu Xerox-Produkten verarbeitet. Von nun an werden die Produkte keine solchen Fasern mehr enthalten.

Greenpeace-Aktivisten hatten weltweit mit Kunden von Stora Enso Kontakt aufgenommen. Sie baten um Unterstützung, die Firma zu überzeugen, kein Holz aus wichtigen Rentierwäldern mehr zu kaufen.

Stora Enso ist zunehmend unter Druck geraten, seine treibende Rolle in diesem Konflikt in der Heimat der Sami zu beenden, sagt Phil Aikman, Waldexperte bei Greenpeace International. Es ist an der Zeit, dass die Firma endlich auf ihre Kunden hört und die Rentierwälder schützt, anstatt sie in Zellstoff zu verwandeln. In Deutschland landet das Papier von Stora Enso aus Nordfinnland in Magazinen und Zeitschriften sowie in Briefumschlägen. (us)

Anfang März hat Greenpeace in Lappland eine Urwaldschutzstation errichtet, um auf die Zerstörung des Urwaldes aufmerksam zu machen. Mehr Informationen und Bilder dazu finden Sie in unserem täglich aktualisierten Weblog

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