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Ecuador: Pipelinebau wird fortgesetzt

Die Bauarbeiten an der umstrittenen OCP-Ölpipeline in Ecuador dürfen weiter gehen. Ende letzter Woche hatte das Umweltministerium sich mit der Betreiberfirma, OCP Ecuador SA, auf den Ausgleich für baubedingte Umweltschäden in einem Schutzgebiet geeinigt. Im Januar hatte das Ministerium die Baugenehmigung ausgesetzt, weil im Mindo-Nambillo-Park geschützte Bäume durch die Bauarbeiten vernichtet worden waren. OCP hat sich bereit erklärt, das Schadensgebiet wieder aufzuforsten und einen benachbarten Fluss von Baumaterial zu reinigen.

Die OCP-Pipeline wird mit ihrer Transportkapazität von 450.000 Barrel Rohöl pro Tag die Menge an transportiertem Öl von den Amazonas-Ölfeldern an die Küste mehr als verdoppeln. Bislang fließen täglich rund 400.000 Tonnen durch eine staatseigene Pipeline. Die neue Leitung soll noch in diesem Jahr ihren Betrieb aufnehmen. Das 1,3 Milliarden US-Dollar teure Projekt stößt bei Anwohnern und Umweltschützern auf Widerstand. Die Pipeline verläuft durch den geschützten Mindo-Nambillo-Urwald, einem wichtigen Lebensraum für Vögel und beliebtem Ziel vieler Ökotouristen. Er liegt vor den Toren Quitos in den Anden.

Auch Greenpeace setzt sich gegen den Bau der OCP-Pipeline ein, die durch Naturschutzgebiete und erdbebengefährdete Regionen verlaufen wird. Im vergangenen Jahr inspezierte ein Greenpeace-Team die Baustrecke und besuchte die Anwohner. In Deutschland richtete sich der Protest vor allem gegen die Westdeutsche Landesbank (WestLB), die den umstrittenen Pipelinebau mit einem Großkredit in Höhe von rund einer Milliarde Euro unterstützt. Greenpeace fordert die nordrhein-westfälische Landesregierung als Hauptanteilseigner der WestLB auf, den Kredit rückgängig zu machen.

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