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Die Jaguare schlagen wieder zu

Die Greenpeace-Jaguare, eine Gruppe von fünf als Jaguare kostümierten Motorradfahrern, haben wieder zugeschlagen. Die Wappentiere des argentinischen Nordens haben am Mittwoch erneut eine Reihe von Kettenfahrzeugen erlegt. Die Raupen werden von skrupellosen Geschäftsleuten eingesetzt, um den dortigen Trockenwald zu beseitigen und auf der enstehenden Freifläche anschließend Gen-Soja anbauen zu können. Greenpeace hat in Argentinien Anfang dieser Woche eine Kampagne gestartet, mit dem Ziel möglichst viel von den Wäldern zu bewahren.

Etliche der Kettenfahrzeuge waren von ihren Besitzern vorsorglich unter Gestrüpp und Ästen versteckt worden, weil sich die Anwesenheit der Greenpeace-Jaguare bereits in der Region herumgesprochen hat. Dank ihrer guten Spürnase entdeckten die Jaguare die Raupen jedoch und sorgten dafür, dass diese in nächster Zukunft keinen Wald mehr roden.

Bei ihrer Fahrt durch den teilweise brennenden Dschungel trafen die Jaguare" auch auf Raupen in Aktion. Mit den Arbeitern auf den Führersitzen der Maschinen gab es jedoch keine Probleme. Sie sind abgestiegen und wollten von uns Informationen über die Bedrohung der Wälder, erzählt Emiliano Ezcurra, Leiter der Greenpeace-Kampagne in Argentinien. Sie wissen schließlich selbst am besten, dass nur noch wenig Wald übrig ist.

Das amerikanische World Resources Institut (WRI) rechnet den argentinischen Yungas-Urwald zu den artenreichsten Regionen der Erde. Die Entwaldungsrate der Region des Gran-Chaco, in der der Urwald liegt, liegt sechs bis achtmal über dem weltweiten Durchschnitt. Ezcurra: Es besteht kein Zweifel daran, dass die größte Gefahr für die letzten argentinischen Urwälder heute von der Ausdehnung der Landwirtschaft ausgeht, speziell für den Anbau von Gen-Soja.

Teil der Greenpeace-Kampagne in Argentinien ist ein weltweiter Aufruf an Greenpeace-Unterstützer, die argentinischen Botschaften in ihren Ländern anzurufen und von der argentinischen Regierung ein zweijähriges Moratorium zu fordern. In dieser Zeit soll ein Landnutzungsplan erarbeitet und der unkontrollierten Ausbreitung der Gen-Soja ein Riegel vorgeschoben werden. Wenn Sie sich beteiligen wollen, informieren Sie sich hier über die Telefonnummern der Botschaft und Konsulate in Deutschland (http://www.greenpeace.org.ar/greenpeacejaguars/paises/germany.htm).

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