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Der Tag, an dem Hedwig zu Bloomsbury's kam

Hat es an Hedwig gelegen? Am Mittwoch, einen Tag nach dem Besuch von Harry Potters Eulenbotin beim Bloomsbury Verlag in London, erhält Greenpeace eine erfreuliche E-Mail. Absenderin: Katie Bond, bei Bloomsbury für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Inhalt: Der Verlag habe urwaldfreundliches, FSC-zertifiziertes Papier für den nächsten Roman von J.K.Rowling bestellt.

Hedwig hatte den Verlag am Dienstag mit einigen Greenpeace-Freunden zusammen besucht. Ihre Botschaft: Liebes Bloomsbury, werdet weise! Bitte druckt den nächsten Harry Potter auf 100-prozentig urwaldfreundlichem Papier.

Der nächste Band, Harry Potter and the Half-Blood Prince, soll im Juli 2006 erscheinen. Zunächst in Großbritannien, Kanada, Neuseeland, Südafrika und den USA. Sollte der Verlag seine Ankündigung wahr machen, so wäre das für das britische Verlagswesen ein historischer Meilenstein: der erste große Roman auf urwaldfreundlichem Papier. Greenpeace hat Bloomsbury vorsichtshalber um Bestätigung gebeten.

Auch einige andere europäische Verlage haben bereits erste positive Schritte in Richtung FSC-zertifizierter Papiere getan. Doch diese Schritte hätten größer sein können. Raincoast Books, der kanadische Potter-Verleger, hat 2003 vorgemacht, wie es besser geht: Sein Papier war zu 100 Prozent Recyclingpapier.

Das wünscht sich Greenpeace-Waldexpertin Denise Völker auch für den europäischen Buchmarkt: Bloomsbury in Großbritannien und der deutsche Harry Potter-Herausgeber, der Carlsen Verlag, sollten diesem guten Beispiel strikt folgen und vermehrt Recycling-Papier einsetzen. (sit)

Hedwigs Aktion in London gehört zur Greenpeace-Autoreninitiative für die Urwälder Wenn Sie mehr wissen wollen, lesen Sie bitte dort weiter.

 

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